Die Eltern kritisieren die Höhe der Beitragssteigerungen und die kurzfristige Umsetzung. Sie fordern eine Überprüfung der neuen Sätze.
Neue Kita-BeiträgeDarum rufen Eltern in Wesseling zu einer Demonstration vor dem Rathaus auf

In Wesseling gibt es eine Demonstration gegen die erhöhten Kita-Eltern-Beiträge. (Symbolbild)
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Der Streit um die neuen Kita-Elternbeiträge in Wesseling erreicht am Dienstag (8. September) erneut die Öffentlichkeit. Eine Elterninitiative, die sich gegen die aus ihrer Sicht zu starke finanzielle Belastung von Familien wendet, ruft für 17 Uhr zu einer Demonstration vor dem Wesselinger Rathaus auf. Ab 18 Uhr tagt dort der Jugendhilfeausschuss.
Wesseling: Rund 1000 Unterschriften gegen die Erhöhung der Kita-Beiträge gesammelt
Hintergrund ist die zum August 2026 neu geregelte Beitragsstruktur. Die Initiative war von betroffenen Eltern gegründet worden, mittlerweile gehören ihr nach eigenen Angaben mehr als 120 Familien an. Rund 1000 Unterschriften wurden innerhalb kurzer Zeit gesammelt. Die Eltern kritisieren insbesondere die Höhe der Beitragssteigerungen, die kurzfristige Umsetzung und nicht ausreichende Berücksichtigung der finanziellen Belastungen für Familien.

Sandra Cornely engagiert sich in der Elterninitiative, die die Überprüfung der Kita-Beiträge in Wesseling fordert.
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Wie groß die Mehrbelastung ausfallen kann, verdeutlichen die Eltern an einem Beispiel: Bei einem Jahreseinkommen von 52.500 bis 60.000 Euro würde die Steigerung zum Vorjahr für eine 45-Stunden-Betreuung 46 Prozent betragen. Die Initiative fordert deshalb, die Neuregelung zu überprüfen. Denkbar seien aus ihrer Sicht eine schrittweise Anpassung oder Übergangsregelungen.
Demonstration soll ein deutliches, aber friedliches Zeichen setzen
Auch nach einem Gespräch mit Bürgermeister Ralph Manzke sehen die Eltern ihren Gesprächsbedarf nicht als ausgeräumt an. „Mit der Demonstration möchten wir ein deutliches, aber friedliches Zeichen setzen: Wir möchten den politischen Parteien und Verantwortlichen zeigen, wie viele Familien von den geplanten Änderungen betroffen sind und wie groß das Interesse an einem ernsthaften Austausch über eine faire und sozial ausgewogene Gestaltung der Elternbeiträge ist“, so die Sprecherin der Initiative, Sandra Cornely.
Die Stadt begründet die Neuregelung unter anderem mit der angespannten Haushaltslage. Bürgermeister Manzke hatte gegenüber der Initiative erklärt, eine Reform des bisherigen Stufensystems sei unvermeidlich gewesen. Insbesondere die bisherige höchste Einkommensstufe sei nicht mehr tragfähig gewesen, da sich dort inzwischen rund 35 Prozent der beitragspflichtigen Familien befänden. Die neue Struktur solle die Beiträge stärker nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit staffeln.
