Schon seit Mai wird auf dem Gelände gebaut, nun erfolgte die offizielle Grundsteinlegung in Wesseling-Urfeld.
Zeitkapsel eingebautDer Grundstein für den Bildungspark in Wesseling ist gelegt

Mit Spieß füllten Mitglieder aus Rat und Verwaltung zusammen mit Vertreter der Baufirmen und Bürgermeister Ralph Manzke das Loch mit der Zeitkapsel auf.
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Ob es nicht doch eher der Termin zu einem Richtfest statt der angekündigten Grundsteinlegung sei: Das hatte sich der Geschäftsführer der Firma Derichs und Konertz, Stefan Keulen, bei der Anfahrt zur Baustelle an der Urfelder Straße noch überlegt. Denn eines der vier Gebäude des Bildungsparks Urfeld stehe ja schon. Seit Mai wird am zweigeschossigen Interimsgebäude gebaut, das bis zu 400 Schülern Platz bietet, für die Übergangszeit zur geplanten Renovierung Wesselinger Grundschulen. Später soll es der VHS als Stätte zur Erwachsenenbildung dienen.
Die Vorabinformationen zur geplanten Grundsteinlegung hätten sich doch als richtig herausgestellt, erläuterte Keulen in seiner Rede. Hierzu hatte Wesselings Bürgermeister Ralph Manzke den Geschäftsführer, Bau- und Projektleiter und Mitglieder aus Rat und Verwaltung an die vor kurzem fertiggestellte Bodenplatte des Kindergartens bestellt. In einem Loch versenkte Manzke eine Zeitkapsel mit Tageszeitung und USB-Sticks mit Bauplänen und Zeichnungen sowie Texten von Wesselinger Kindern.
Wesseling: Kinder der Brigidaschule hatten gute Wünsche aufgeschrieben
Die Kita „Am Rheinbogen“ hatte hierzu eigens ein Architekturprojekt ins Leben gerufen, Schülerinnen und Schüler der Schillerschule steuerten ein Lexikon der Jugendsprache mit Begriffen wie „stabil“ (also „einfach gut“) bei. Die Kinder der Brigidaschule hatten gute Wünsche aufgeschrieben, wie „dass die Sachen, die man kauft, günstiger werden“ oder „Frieden auf der ganzen Welt“. Mit viel Spieß von vielen Kellen füllten dann Bürgermeister und ausgesuchte Gäste das Loch auf.
Dass es mehr Kinder in Wesseling gebe als ursprünglich mal geplant, sei der Grund für den Bau von Interimsgebäude, einer Grundschule für 200 Kinder, eines Kindergartens für 120 Kinder und einer Turnhalle, erläuterte der Bürgermeister. Allein zwischen 2021 und 2031 verzeichne die Stadt einen Zuwachs um 375 Kinder in den Grundschulen.
An Ort und Stelle werde der Kindergarten entstehen mit motivierendem Guckkasten Richtung Grundschule. Lernlandschaften statt Flurschule erwarte die Kinder in der Grundschule als Herzstück des Bildungsparks, mit hohem Dämmstandard, Wärmepumpe, Gründach, Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher und vollmechanischer Gebäudelüftung. Wetterschutz und Schatten werde der der Schulhof bieten, der sich teils unter dem Gebäude befinde, mit Blick zum Angelteich.
Stolz zeigte sich Manzke auf die geplante Zweifeld-Turnhalle mit Tribüne für 150 Zuschauer, die ligatauglich für den Basketball konzipiert worden sei. Im Interimsgebäude würden außerdem die zwei ersten Klassen der neuen Grundschule schon 2028 starten. 53 Millionen Euro habe der Rat für „vier zukunftsfähige Gebäude“ bereitgestellt. Mit dem Totalunternehmer Derichs und Konertz habe sich die Stadt auf einen „ambitonierten Terminplan“ verständigt. „Nach allem, was ich höre, läuft es wie bestellt“, sagte der Bürgermeister.
