Nach jahrelangem Umbau waren der Bahnhof und sein Umfeld im Mai der Öffentlichkeit übergeben worden. Die Freude ist schon getrübt.
VandalismusRolltreppe am neuen Bahnhof in Wesseling Mitte außer Betrieb

Der Zugang zur Rolltreppe am Bahnhof in Wesseling ist gesperrt.
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Ärger für Pendler und Bürger am Bahnhof Wesseling Mitte: Eine Rolltreppe im Personenübergang ist derzeit außer Betrieb. Auf einem Zettel an der Absperrung ist zu lesen, dass Vandalismus die Ursache dafür ist. Ersatzteile seien bestellt. Die Stadtverwaltung bestätigte das.
Für viele Fahrgäste bedeutet das bis auf Weiteres längere Wege und zusätzliche Mühe beim Umsteigen. Sie müssen auf die Treppe oder die Rampe ausweichen. Bürger äußerten bereits in den sozialen Medien ihr Unverständnis darüber, dass öffentliche Einrichtungen immer wieder Ziel mutwilliger Beschädigungen werden. Das treffe am Ende alle und Menschen mit Beeinträchtigungen besonders schwer, wird geschrieben.
Wesseling: Beschädigte Scheibe musste herausgenommen werden
Wann die Rolltreppe wieder in Betrieb genommen werden kann, ist nach Angaben der Verwaltung noch unklar. Hauptgrund ist, dass ein beschädigtes Teil neu angefertigt werden muss. In diesem Fall handelt es sich um ein Stück Glasgeländer am oberen Teil der Rolltreppe, die von der Flach-Fengler-Straße abwärts zur Personenunterführung führt, informiert die Stadt.
Eine Scheibe sei in der vergangenen Woche hier so stark beschädigt worden, dass Mitarbeiter des Betriebshofs die Glasreste entfernen mussten und an dieser Stelle nun keine Begrenzung und kein Schutz mehr bestehe. Die Treppe könne so nicht verkehrssicher betrieben werden, heißt es. Sie wurde abgesperrt und vorübergehend außer Betrieb gesetzt. Provisorisch soll zunächst eine Holzplatte eingesetzt werden, um die Rolltreppe wieder so zügig wie möglich laufen zu lassen.
Unterdessen muss eine passende Scheibe für diesen Bereich der Fahrtreppe neu angefertigt werden. Wie lange das dauert, könne noch nicht verbindlich gesagt werden, erklärt die Stadt weiter.
Erst Anfang Mai waren die neue Unterführung und der denkmalgeschützte Alte Bahnhof nach mehreren Jahren Bauzeit offiziell eingeweiht worden. Damit endete das langjährige Großprojekt, das auch die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds mit neuen Rolltreppen und barrierefreien Zugängen und Bushaltestellen, Fahrradboxen und Fahrradabstellanlagen sowie mehr Grünflächen umfasste.
Schon während der Bauzeit waren in der Unterführung wiederholte Male Vandalismusschäden zu beklagen gewesen. Bürgermeister Ralph Manzke (SPD) fragte sich: „Wer macht so etwas?“ Eine ins Spiel gebrachte Videoüberwachung durch die Stadt schied aus. Dies obliege ausschließlich der Polizei.
