Weil der SV Bergisch Gladbach seinen Matchball vergibt, kommt es am letzten Spieltag zum Fernduell um die Meisterschaft. Auch Hohkeppel ist noch im Rennen.
3:0-Erfolg gegen HennefSiegburger Regionalliga-Traum lebt weiter

Der Siegburger Stürmer Nico Kuhbier (am Ball) macht im Derby gegen den FC Hennef den Deckel drauf.
Copyright: Quentin Bröhl
Der Siegburger Regionalliga-Traum lebt weiter. Weil die Mittelrheinliga-Fußballer des SV Bergisch Gladbach 09 ihren ersten Matchball nicht verwandelten (0:0 beim FC Wegberg-Beeck) und der SSV 04 das Derby gegen den FC Hennef 05 mit 3:0 (2:0) gewann, kommt es am letzten Spieltag zum ultimativen Showdown um die Meisterschaft. Vor der Partie gegen die SpVg Porz verbuchen die 09er einen Zwei-Punkte-Vorsprung auf ihren ärgsten Verfolger, der zum Abschluss beim SSV Merten ran muss. Auch der am Sonntag spielfreie SV Eintracht Hohkeppel ist noch im Rennen. Um noch auf Platz eins zu springen, müsste Bergisch Gladbach allerdings leer ausgehen. Darüber hinaus dürfte Siegburg nicht gewinnen. „Wir wollten ein Finale am letzten Spieltag – und das haben wir jetzt“, kommentierte Alexander Otto den Derbyerfolg.

Levi Dang (am Ball) vom FC Hennef 05 muss sich an seiner künftigen Wirkungsstätte geschlagen geben.
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Einen Derbyerfolg, den zahlreiche ehemalige Vereinsgrößen wie Horst Menzel oder Paul Reichmann im Rahmen des „Legenden-Tages“ im Walter-Mundorf-Stadion verfolgt hatten. Nach dem vorentscheidenden Treffer durch Nico Kuhbier (87.) erhöhte die Heimelf sogar noch mal spürbar das Risiko, doch es blieb beim 3:0. So müssten die Siegburger im Falle eines Bergisch Gladbacher Unentschiedens am Sonntag schon mit drei Toren Unterschied gewinnen, um noch auf Platz eins zu klettern.
Während Otto den abgeklärten Auftritt seiner Mannschaft lobte, sprach der Hennefer Sportchef Frank Fußhöller von „einem Spiel auf schwachem Niveau. Richtige Derbystimmung kam irgendwie nicht auf – das muss ich meiner Mannschaft zum Vorwurf machen. Da hat mir das Feuer gefehlt.“ Emotionen kochten erst in der Schlussphase hoch, als die Hennefer nach einem riskanten Einsteigen von SSV-Akteur Waiss Ezami gegen Jan Mowitz einen Platzverweis forderten. Zum Unmut des FCH entschied der Referee allerdings auf Freistoß für Siegburg, was vor allem Gästecoach Nils Teixeira auf die Palme brachte – Gelb-Rot.
William McIntosh ebnet den Weg zum Derbysieg
Der Ex-Profi hatte mit Leon Rosic und Levi Dang zwei Spieler in die Startelf berufen, die in der nächsten Saison für den Gegner auflaufen. Doch auch das besagte Duo konnte an künftiger Wirkungsstätte nicht verhindern, dass die 04er den fünften Derbysieg in Folge einfuhren. Nachdem William McIntosh nach feiner Vorarbeit von Enes Yilmaz die Führung erzielt hatte (18.), sorgte Till Weingarten mit einem wuchtigen 16-Meter-Freistoßtreffer für die komfortable Halbzeitführung (45.). In der 88. Minute machte Kuhbier nach einem Konter den Deckel drauf.
SSV: Fikisi – Keil (63. Gawenda), Weingarten, Camara, Jo – Suleiman, Yilmaz (79. Kobayashi) – Mahessa, McIntosh (74. Schnörpel), Sakamaki (70. Ezami) – Kuhbier (88. Ohashi).
FCH: Wilsing – Harden, Karaca, Oelbaum (46. Yörük), Pflüger – Köhl (65. Delkic), Mahessa, Rosic, Schusters – Dang (76. Mowitz), Ernst (65. Lichter).
