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Drei Festnahmen
Schlägerei in Unterkunft für Geflüchtete in Neunkirchen-Seelscheid

2 min
Zahlreiche Kräfte von Polizei und Rettungsdienst waren zu der Unterkunft gefahren, auch ein Rettungshubschrauber landete dort.

Zahlreiche Kräfte von Polizei und Rettungsdienst waren zu der Unterkunft gefahren, auch ein Rettungshubschrauber landete dort.

Drei Männer waren am Sonntagabend (5. Juli) in Neunkirchen-Seelscheid in Streit geraten. Zwei Männer wurden schwer verletzt, die Polizei nahm drei Verdächtige fest.

Eine Schlägerei in einer Unterkunft für Geflüchtete hat in Neunkirchen-Seelscheid am Sonntagabend (5. Juli) zu einem Großeinsatz von Rettungskräften geführt. Gegen 19.15 Uhr waren mehrere Bewohner der Unterkunft an der Ohlenhohnstraße in Neunkirchen in Streit geraten sein. Die Polizei nahm drei Tatverdächtige fest, zwei Männer im Alter von 39 und 42 Jahren erlitten schwere Verletzungen.

Nach bisherigen Erkenntnissen war es zunächst zu einem Streit zwischen den 22, 25 und 29 Jahre alten Tatverdächtigen und den Verletzten gekommen. Zuvor soll sich der 29-Jährige gegenüber einer weiblichen Bewohnerin entblößt haben. Die älteren Männer stellten ihn daraufhin zur Rede. Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung, in die sich auch der 22-Jährige und der 25-Jährige einmischten. Dabei soll einer von ihnen mit einem kleinen spitzen Gegenstand auf die anderen losgegangen sein.

Mehrere andere Bewohnerinnen und Bewohner alarmierten die Polizei. Aufgrund von Sprachbarrieren sei die Lage zu Beginn nicht eindeutig gewesen. Die Polizei rückte deswegen mit einer Vielzahl von Streifenwagen aus, die Feuer- und Rettungsleitstelle löste einen sogenannten Massenanfall an Verletzten aus. Sechs Rettungswagen wurden entsandt, der Hubschrauber Christoph 3 brachte einen Notarzt. Der 39-Jährige und der 42-Jährige wurden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Einer von ihnen konnte es bereits am Abend wieder verlassen.

Die drei Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen. Die Polizei erfasste ihre Identitäten und schrieb Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, dann durften die Männer wieder gehen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.