Anreize zum KaufrauschAbsolventen der Rhein-Sieg-Akademie zeigen ihre Werbekonzepte

Die Arbeit von Maurizio Urbanczik zeigt seine Vision eines Erfrischungsgetränks.
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Hennef – Ausstellung, Festreden, Diplomfeier in der Meys Fabrik, Musik und Darbietungen – auf all das mussten die Diplomanden der Rhein-Sieg-Akademie für realistische bildende Kunst und Design (RSAK) in diesem Jahr verzichten. Neun Semester Studium hatten sie hinter sich gebracht, doch dann bremste die Corona-Pandemie sie aus. Gleichwohl traten sie ihre letzten Fachprüfungen an und alle Absolventen holten ihr Abschlussexamen.
Im Anschluss stellten sich neun von ihnen mit herausragenden Leistungen ihren Diplomprüfungen und den Prüfungen der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg. Einige Diplomanden verzichteten allerdings und verschoben ihre Diplomarbeitsprüfung, um ihre schon guten Arbeiten weiter zu optimieren und vielleicht im November mit Ausstellung, Diplom- und Abschiedsfeier ihr Studium zu beenden.

Das Projekt von Sophie Runkel widmet sich Lifestyle-Möbeln.
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Keine Ausstellung
Ein wenig sang- und klanglos ging die Zeugnisausgabe für die aktuell abgehende Studiengemeinschaft über die Bühne: „Holt euch bitte die Zertifikate im RSAK-Büro persönlich ab.“ Vor allem aber konnten die Diplomanden ihre Arbeiten nicht zukünftigen Arbeitgebern aus der Kommunikationsindustrie präsentieren.
Dabei hatten sie viel Energie in die wissenschaftliche, künstlerische und digitale Präsentation ihrer Arbeiten gesteckt. Malwina Barczyk etwa hatte thematisch gestaltete Wochenplaner aufgelegt, mit einer Darstellung zur Entwicklung, Gestaltung und Vermarktung. Roman Cheredenichenko überzeugte die Prüfer mit Corporate Designs und Werbemitteln für individuelle Nahrungsergänzungen.
Deborah Hauk erhielt Lob für ihre vielseitige Herstellung eines Rucksacklabels und die illustrativen Verkaufsargumenten, die sie lieferte. „Wild heart“ heißt die Naturkosmetikserie, die Franziska Lau erfunden und geschickt vermarktet hat. Alina Petrow präsentierte die Findung, Gestaltung und Markteinführung einer CBD-Limonade, eines Cannabis-Getränks. „Scalino Lifestylemöbel“ hat Sophie Runkel entworfen und produktreif gemacht. Cara-Debora Stanko punktete bei ihren Prüfern mit einer überzeugenden Vermarktung des Superfood-Kaffee-Getränks „Superbeans“. Selbst zusammengesetzte Teemischungen hat Kim Theis mit dem Markennamen „Me Time“ verbunden. Sie entwickelte dazu eine ausgeklügelte Vermarktungsstrategie. Maurizio Urbanczik entwickelte ausgezeichnete Früchte-Illustrationen für seine Getränkemarke „Bio Beach“.
