Hennef – Erneut musste die Freiwillige Feuerwehr zur Stachelhardt ausrücken, weil ein Gleitschirmflieger versehentlich in den Bäumen gelandet war. Außer dem Löschzug Hennef wurde auch die Löschgruppe Söven alarmiert. Dort gibt es eine Truppe, die sich auf die erweiterte Absturzsicherung spezialisiert hat und insbesondere auf die Rettung von Menschen aus der Höhe, etwa abgestürzte Gleitschirm- und Drachenflieger.
Anders als vor einigen Wochen war der Pilot dieses Mal nicht allzu weit entfernt von dem Waldweg an der Sieg im Tal gestrandet. Am 17. Juni war der Gleitschirm hoch oben im Hang in der Nähe der Ortschaft Niederhalberg heruntergekommen. Damals musste der Mann mit Hilfe eines Seils aus gut 15 Metern Höhe gerettet werden. Dieses Mal hing der Flieger dagegen in nur etwa fünf Metern Höhe fest. Allerdings konnte er sich nicht allein befreien und benötigte die Hilfe der Retter.
Pilot konnte sich selbst aus Geschirr befreien
Während die Einsatzkräfte der erweiterten Absturzsicherung wieder einrücken konnten, trugen ihre Kameraden eine sogenannte Steckleiter ein Stück die durchaus steile Böschung hinauf. Sie legten sie an den Stamm an und gelangten so zu dem Piloten, der sich aus seinem Geschirr schälte und mit Unterstützung der Wehrleute wieder auf festen Boden gelangen konnte.
Der Mann hatte Glück im Unglück und blieb bei dem missglückten Landemanöver unverletzt. Die Stachelhardt ist bekannt für teils schwierige Thermikbedingungen. Selbst erfahrene Flieger sind hier schon in Baumkronen hängengeblieben. Ein Feuerwehrfahrzeug brachte den Mann zurück zu seinem Auto. Er wollte sich selbst um die Bergung seines Schirmes kümmern, der im Geäst geblieben war.