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Brand in MehrfamilienhausZweiter Einsatz in der selben Wohnung in Hennef

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Hennef – Für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Hennef und Söven muss es wie ein Déjà-vu gewirkt haben. Auf ihren Funkmeldeempfängern war am Sonntag kurz nach 15.30 Uhr ein Alarm zu einem Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr eingegangen.

Die Adresse war ein Mehrfamilienhaus an der Straße Am Mittelfeld. Dort waren sie schon vor einigen Wochen einmal gewesen. Damals war ein Brettchen auf einem Herd angeschmort. Nach wenigen Minuten konnten die Wehrleute damals wieder abrücken.

Als sie jetzt an der angegebenen Adresse eintrafen, war es nicht dasselbe Haus, sondern auch die selbe Wohnung und die selbe Bewohnerin. Auf Klopfen reagierte zunächst niemand, die Rauchentwicklung und deutlicher Brandgeruch waren zu bemerken.

Die Ankündigung, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen, zeitigte Erfolg: Die Tür wurde geöffnet. Ein Angriffstrupp unter Atemschutz drang in die Räume vor. Doch zunächst konnten sie die Frau nicht entdecken, die sich noch im Inneren befinden musste.

Nicht ernsthaft verletzt

Wie sich herausstellte, hatte sie sich offensichtlich in einer Ecke zusammengekauert. Schließlich wurde sie entdeckt und nach draußen gebracht. Eine Notärztin und der Rettungsdienst kümmerten. Später betreuten sie sie im Rettungswagen.

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Ernsthaft verletzt wurde sie nicht, sie konnte nach ambulanter Behandlung später wieder in ihre Wohnung im ersten Obergeschoss zurückkehren. Die Wehrleute hatten inzwischen einen Topf mit Essen vom Herd heruntergezogen und auf den Balkon gebracht.

Das war zuvor durch die Hitzeentwicklung angebrannt und hatte für Rauch sowie Gestank gesorgt. Mit einem Hochdrucklüfter sorgten sie für saubere Luft in den Zimmern. Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Jürgen Mons, führte noch im Rettungswagen ein Gespräch mit der jungen Frau.

Polizisten warteten in der Wohnung, bis sie zurückkehrte, um mit ihr zu reden. Nach etwa 40 Minuten konnten alle Einsatzkräfte zu ihren Gerätehäusern zurückkehren. Die Straße blieb während des Einsatzes gesperrt.