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Naturschule AggerbogenWolfberater gibt in Lohmar Einblicke in sine Arbeit

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Tag des Wolfes in der Naturschule Aggerbogen, Seinen Fund zeigt Golden Retriever Romeo seinem Herrchen stets an und setzt sich meist daneben.

Tag des Wolfes in der Naturschule Aggerbogen, Seinen Fund zeigt Golden Retriever Romeo seinem Herrchen stets an und setzt sich meist daneben.

Der Naturschutzbund Deutschland lud zum Tag des Wolfes in die Naturschule Aggerbogen nach Wahlscheid. 

Der „böse Wolf“ ist – anders als Fabeln und Märchen vermitteln - gar nicht böse und geht normalerweise den Menschen aus dem Weg. Um das den Bürgern näher zu bringen, lud der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zum Tag des Wolfes in die Naturschule Aggerbogen nach Wahlscheid.

Fast ein halbes hundert kleine (viele davon aus der Nachwuchsgruppe der Aggerfrösche) und große Interessenten informierten sich dort aus erster Hand bei einem Mann, der sich den ganzen Tag mit den zurückgekehrten Raubtieren beschäftigt. Der Nabu mit Dr. Manuela Gianetti, die sich schon seit Jahrzehnten im Naturschutz engagiert, hatten Alessando Sgró eingeladen, einen Wolfberater aus der Eifel.

Gut getarnt hinter den Büschen

Der arbeitet dort seit einigen Jahren für das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz  (LANUV) und ist auch im Wolfsmonitoring tätig. Außerdem ist Sgró auch als Natur-und Tierfotograf bekannt und sitzt dafür oft stundenlang in der Natur, natürlich getarnt mit Netz oder hinter Büschen und entgegen der Windrichtung. Dabei ist sogar seine Kamera samt Teleobjektiv mit einem Tarnmuster ausgestattet, wichtig ist für ihn auch ein Fernglas.

Oft nimmt er bei seinen Beobachtungen auch seine Frau Isabell mit. Sein wichtigster Begleiter auf den Spuren der Wölfe und anderer Tiere ist aber Romeo, ein fünfjähriger Golden Retriever, den Sgró als Spürhund speziell für Wolfskot abgerichtet hat. Inzwischen kann der Hund zwischen zehn verschiedenen Kotarten sicher unterscheiden.

Tag des Wolfes in der Naturschule Aggerbogen, Sogar Kamera und Teleobjektiv des Naturfotografen Alessando Sgró haben ein Tarnmuster.

Tag des Wolfes in der Naturschule Aggerbogen, Sogar Kamera und Teleobjektiv des Naturfotografen Alessando Sgró haben ein Tarnmuster.

Romeo erschnüffelt die Wolfslosung am Wegesrand und macht dann daneben „Sitz“, um seinem Herrchen den Fund anzuzeigen. Natürlich gibt’s dann immer eine Belohnung für ihn. Romeo, den der Wolfsberater auch mit nach Wahlscheid brachte, wurde dort natürlich vor allem von den Kindern begrüßt und beschmust.

Der Wolfsberater berichtete, dass sich die Größe der Wolfsreviere auch nach der Zahl der wilden Tiere dort richtet. Denn die Raubtiere, die auf der Jagd jede Nacht 20 bis 30 Kilometer zurücklegen, ernähren sich nach Sgrós Erfahrungen zu 95 Prozent von Rehen, dazu kommen dann noch Hirsche und Wildschweine. Nutztiere wie Schafe oder Ziegen, so der Wolfsberater, werden von ihnen nur zu einem geringen Prozentsatz gerissen, vor allem dann, wenn sie nicht durch Stromzäune geschützt werden.

Die meisten Wolfsreviere sind besetzt

Inzwischen stagniert das Wachstum der Raubtiere in der Bundesrepublik, betonte der Wolfsberater, weil die meisten geeigneten Reviere besetzt seien und die Rudel darin keine Konkurrenten duldeten. 2024/25 seien in Deutschland 219 Wolfsrudel gezählt worden.

Sgró brachte auch gute Ratschläge für das Verhalten der Menschen mit, wenn sie einem Wolf begegnen sollten: Ganz ruhig, auf keinen Fall weglaufen, und das Tier mit einem Stein bewerfen. In der Regel werde der Wolf schnell das Weite suchen, sobald er den Menschen als solchen erkannt habe. Niemals sollte man aber Wölfe füttern, warnte der Wolfsberater, weil sie sich dann an Menschen gewöhnen. Nach seinem Vortrag mit tollen Fotos beantwortete Sgró die Fragen seiner Zuhörer, die der Kinder sehr geduldig und kindgerecht.