Abo

NeueröffnungGalerie Troisdorf öffnet ihre Pforten

2 min

45 bis 50 Millionen haben HBB und die Mieter ausgegeben. 50 Firmen errichteten unter der Ägide eines Generalunternehmers den Bau nach dem Abriss des Bürgerhauses. (Fotos: Mischka)

Troisdorf – Während an manchen Ecken noch gewischt und letzte Hand an den Bau gelegt wurde, hatte Bauleiter Rene Vetter die Baustellenkluft gegen den Anzug und das in den vergangenen 17 Monaten sehr viel gefragte Handy gegen ein Glas Sekt getauscht: Mit einem Empfang für rund 200 geladene Gäste wurde am Mittwochbend das neue Einkaufszentrum am Wilhelm-Hamacher-Platz offiziell eröffnet. Am Donnerstag öffnen sich um 6 Uhr dann die Pforten für die ersten Kunden von Saturn.

"Letzte Woche habe ich auch nicht immer daran geglaubt", räumte Henning Christiansen ein, der Technische Projektleiter des Investors HBB. Insgesamt 50 Firmen haben unter der Regie des Generalunternehmers Markgraf das Projekt Galerie Troisdorf zur Punktlandung geführt. 20 Mieter werden heute erstmals ihre Läden öffnen, nur noch 1,5 Prozent der Ladenfläche stehen zur Vermietung, sagte Christiansen.

Der Hamburger Investor HBB hatte vor Jahren durch Kauf des Mitbewerbers Procom den Zuschlag für den Bau des Einkaufszentrums erhalten; seit Baubeginn im Mai 2012 seien 30 Millionen Euro allein an Baukosten investiert worden, weitere 15 bis 20 Millionen Euro hätten die Mieter für Ladentechnik und -ausstattung ausgegeben, hieß es gestern. "Wir haben gerne hier investiert", sagte HBB-Geschäftsführer Harald Ortner, "denn Troisdorf bringt an Rahmendaten alles, was ein Investment attraktiv macht". Eigentlich habe das Hamburger Unternehmen noch wesentlich größer bauen wollen, erinnerte Ortner; politisch war das damals nicht durchzusetzen.

"Es ist genau so geworden, wie es auf den Plänen aussah", freute sich Bürgermeister Jablonski; die Galerie sei eine "gute Ergänzung für die Stadt und für die Region". Jablonski bedankte sich auch bei den Anwohnern, die Lärm und Staub zumeist klaglos ertragen hätten. "Das war nicht ganz ohne". Aggua-Gutscheine und Sets mit Kosmetik hatte, so Heiner Hutmacher, der Geschäftsführer der HBB Center Management GmbH, das Unternehmen als kleine Entschädigung verteilt. "Letztendlich ist es eine Baustelle; wir haben aber versucht, die Emissionen so gering wie möglich zu halten." Mit der Eröffnung beginne eine neue ruhigere Phase, kündigte er an.