Im Rheidter Sonntagszug fielen bei der Zugauflösung drei Männer vom Wagen der „Rheidter Väter“. Ein Rettungshubschrauber flog einen Schwerverletzten in die Uniklinik
Schweres Unglück in RheidtReling an Karnevalswagen in Niederkassel bricht - 51-Jähriger schwer verletzt

Vier Menschen kamen verletzt ins Krankenhaus, nachdem mehrere Menschen vom Wagen der Rheidter Väter gestürzt waren.
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Der Zug in Niederkassel-Rheidt wurde von einem schweren Unglück überschattet. Während der Auflösung des Rheidter Zugs am Sonntag (15. Februar) sind mehrere Personen von einem Festwagen gestürzt. Drei Männer wurden zum Teil schwer verletzt. Offenbar war ein Teil einer Reling abgebrochen. Das Unglück geschah gegen 16.40 Uhr, als der Zug gerade zu Ende ging. Die After-Zoch-Party auf dem Marktplatz lief zu diesem Zeitpunkt bereits.
Wie Markus Thüren, Sprecher der Stadt Niederkassel berichtete, hatte der Festwagen der Rheidter Väter, auf dem das Dreigestirn von 2025 mitfuhr, gerade gewendet. „Wir hatten einen tollen Zug, der wie immer auf der Marktstraße endete. Der Traktor hatte gerade gedreht, um die Jecken absteigen zu lassen. Dann ist er offenbar wohl nochmal angefahren und die Feiernden sind vom Wagen gefallen“, sagte er.
Ein 51-Jähriger stürzte aus dreieinhalb Metern auf den Asphalt und erlitt schwere Kopfverletzungen
Polizei-Sprecher Stefan Birk zufolge ist ein Stück von der Reling abgebrochen. Die auf dem Wagen stehenden Karnevalisten – darunter auch das Dreigestirn von 2025 – konnten sich nicht mehr halten und stürzten aus dreieinhalb Metern Höhe auf den Asphalt. Ein 51-Jähriger wurde dabei schwer verletzt, er erlitt schwere Kopfverletzungen. Ein 46-Jähriger und ein 20-Jähriger konnten sich ebenfalls nicht halten und stürzten auf den Boden.

Stadtsprecher Markus Thüren und Bürgermeister Matthias Großgarten waren tief erschüttert.
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Der Rettungsdienst rückte mit mehreren Einsatzfahrzeugen an, ein Rettungshubschrauber landete auf dem Parkplatz eines angrenzenden Discounters. Alle drei Verletzten, so Birk, seien in die Kölner Uniklinik gebracht worden, der 51-Jährige mit dem Hubschrauber. Einer der Verletzten muss noch an diesem Abend operiert werden, ein weiterer wird zur Beobachtung in der Uniklinik bleiben. Der dritte Verletzte werde wohl noch am Sonntagabend entlassen, teilte Markus Thüren am Abend mit.
Den Festwagen der Rheidter Väter stellte die Polizei in der Wagenhalle sicher. „Uns liegt der TÜV-Bericht des Wagens vor, technische Mängel liegen demnach nicht vor“, sagte Birk. Warum die Reling trotzdem abbrach, müssen jetzt die Ermittlungen zeigen. Der Fahrer des Festwagens sei nüchtern gewesen.

Ein Rettungshubschrauber landete auf einem benachbarten Discounter-Parkplatz.
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Die meisten Jecken, die auf dem Marktplatz feierten, hatten das Unglück oder dessen Hintergründe nicht mitbekommen – die Party lief weiter. Die Mitglieder des Festkomitees, zu dem auch Stadtsprecher Thüren gehört, gingen traurig und in Gedanken an ihre Freunde nach Hause.
