Der Rosenmontagszug in Niederkassel-Ort gehört traditionell zu den kleineren im Stadtgebiet. Der Stimmung tut das aber keinen Abbruch.
Zug in Niederkassel-OrtGesundes Gemüse statt süße Kamelle

Gesundes Gemüse statt Kamelle: Die Gärtnerinnen und Gärtner des Kleingartenvereins Niederkassel.
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Die Organisatoren des Rosenmontagszuges in Niederkassel-Ort haben seit Jahren mindestens immer ein As im Ärmel: Den SV Niederkassel. Er stellt in jedem Jahr eine der größten Gruppen im Zug. Diesmal beteiligten sich die Sportlerinnen und Sportler in schwarze Sakkos gekleidet und mit Zylinder auf dem Kopf, den verschiedene Spielkarte zierten. Ihr Motto: „Bube, Dame, König, As – Das SVN Kartenspiel“.

Immer ein As im Ärmel des Niederkasseler Zugleiters: Die Sportlerinnen und Sportler des SV Niederkassel.
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Mit Festwagen und Fußgruppe ebenfalls zu den vielköpfigen Teilnehmern im Zug gehört die Interessengemeinschaft Karneval (IKG) Blau-Gelb Niederkassel. Ihre Mitglieder fielen den Zuschauern nicht nur durch pailettenbesetzte Kostüme und Schirmmützen ins Auge, sondern auch durch die in Plastikfolie wetterfest verpackten Nachwuchsjecken, die dem Regen trotzen und mit Hingabe Kamelle in die bereit gehaltenen Kamellebüggel der Zuschauer warfen.

Mit Glamour-Faktor: Die Jeckinnen und Jecken der IKG Blau-Gelb Niederkassel.
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Weil derzeit definitiv kein Wetter für Gartenarbeit ist, ließen die Mitglieder des Kleingartenvereins Niederkassel (KGV) Spaten, Rechen, Kettensäge und Astschere kurzerhand im Schuppen stehen und reihten sich in ihren Veedelzoch ein. Versteht sich von selbst, dass die Gärtnerinnen und Gärtner das närrische Volk am Zugweg nicht mit Kamelle erfreuten, sondern stilecht mit Kohlrabi, Zwiebeln und anderem Gemüse - auch wenn die wohl nicht im eigenen Garten frisch geerntet, sondern frisch im Supermarkt gekauft waren. Schließlich soll Karneval ja nicht nur gesund für die Seele sein, sondern auch für den in diesen Tagen durch das ein oder andere Kölsch strapazierten Körper.
Der KGV ist nicht die einzige Gruppe, die im Niederkasseler Rosenmontagszug weniger durch Manpower als vielmehr durch großes Engagement glänzte. Auch für die als Schlümpfe verkleidete Familie Stein, die Clowns der Villa Kunterbunt, die fleißigen Pfleger von Mona Lisa und die Jeckinnen und Jecken des KC Volljas galt das Motto „Klein, aber fein“. (pf)
