Hennef – Wohl eine Ewigkeit lagen die Basaltbrocken in der Sieg, jetzt umrahmen sie einen Rastplatz unweit des Sieg-steigs. 300 Arbeitsstunden flossen in den Bau der Anlage in Süchterscheid, ein Projekt der ACE-Bürgergemeinschaft, das am Wochenende eingeweiht wurde.
Vier Bänke, zwei Tische, alle gefertigt aus dem Stamm einer alten Eiche. 20 Jahre lagerte das Holz – und hält wohl eine Ewigkeit, schätzt Manfred Eckermeier, der Vorsitzende der Bürgergemeinschaft, der das Material und Pflanzen spendete. Die Gestelle fertigte kostenlos Uwe Lehmann, Schlosser aus Süchterscheid. Einen Teil des Grüns finanzierte das Busunternehmen Krautscheid, das – ganz klar – ebenfalls im Dorf zwischen Stadt Blankenberg, Adscheid, Uckerath und Eitorf-Merten, ansässig ist.
Wer hier rastet, der hat die hübschen historischen Fachwerkhäuser an der Heilig-Kreuz-Straße im Blick und die trutzig wirkende, 1957 errichtete Wallfahrtskirche. 200 Meter weit entfernt verläuft der Siegsteig. „Hier kommen viele Wanderer vorbei“, hat Eckermeier beobachtet, der vis à vis wohnt.
Die Bürgergemeinschaft, einst hervorgegangen aus dem Förderverein des Kindergartens ACE (Arbeitskreis christlicher Eltern), konnte auch auf Unterstützung des Bauhofs zählen. Denn der transportierte die tonnenschweren Steine von einem Platz nahe des Sieg
ufers hinauf nach Süchterscheid. Dort mussten sie nicht nur sortiert, sondern auch gereinigt werden. Denn der Haufen hatte schon einige Jahre an Land gelegen und war ganz überwuchert.
Der Rastplatz „An der Buche“ ist schon auf der aktuellen Wanderkarte der Stadt Hennef verzeichnet und wird in wenigen Wochen noch eine große Orientierungstafel erhalten.
Ein Bauwerk ist aber sowohl der Bürgergemeinschaft wie auch der Stadt noch ein Dorn im Auge. Die verwitterte, nur spärlich beklebte Litfasssäule soll weg, lieber heute als morgen. Doch zuvor muss die Stadt mit dem Eigentümer, der Deutschen Städtewerbung, das Gespräch suchen.
