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Probieren erwünschtObstbauer Schmitz-Hübsch hat 3000 Süßkirschbäumen auf seiner Plantage

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Roland Schmitz-Hübsch steht an Kästen, die mit Sauerkirschen gefüllt sind und nimmt eine Hand voll davon in einen Sammelbehälter.

Obstbauer Roland Schmitz-Hübsch hilft auch selber gerne bei der Ernte der Süßkirschen mit.

Die Anlage steht in Bornheim-Merten. Kirsch-Fans aus dem Rhein-Sieg-Kreis sind eingeladen, sich die Früchte vor Ort schmecken zu lassen.

Sie sind tiefrot, süß, spritzig, knackig und schmecken nach Sommer, Urlaub und guter Laune: die Süßkirschen. Gerade hat in Bornheim-Merten in der Anlage von Obstbauer Roland Schmitz-Hübsch die Ernte begonnen.

„Sie schmecken einfach wieder toll“, schwärmt der Plantagenchef. Mehrmals täglich findet er zurzeit viele Gründe, um mal schnell von seinem Büro hinüber in den Hofladen zu laufen. „Ich muss doch kontrollieren, ob die Kirschen auch schmecken“, sagt er lachend. Naschen dürfen aber auch seine Kunden. Seinen Werbeslogan „Bei uns ist gut Kirschen essen“, meint Schmitz-Hübsch nämlich nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch wörtlich. Im Hofladen hat er sogar extra Süßkirschen-Probierschälchen stehen.

Detailaufnhame von Sauerkirschen

Wie im Paradies - im Garten Eden - wachsen die Süßkirschen in der Plantage von Roland Schmitz-Hübsch.

Dort dürfen sich die Kunden bedienen, dort ist naschen und probieren sogar ausdrücklich erlaubt. „Hmm“, hört man nicht selten von den Kundinnen und Kunden oder „einfach himmlisch“. Plantagenchef Schmitz-Hübsch beschreibt den Genussmoment als „Feuerwerk im Mund“.

Weiter sagt er: „Heute sind auch die frühen Süßkirschensorten im Gegensatz zu früher alle richtig knackig und prall.“ Die Früchte seien auch alle ziemlich dick, und zwar bis zu 35 Millimeter im Durchmesser.

Anlage wird durch Netze abgesichert

Dass seine Süßkirschen allerdings ohne Sorge auf einen tierischen„Bewohner“ in den Mund gesteckt und verputzt werden können, ist vor allen Dingen seiner besonderen Anbautechnik zu verdanken. Schmitz-Hübsch hat die komplette Plantage, insgesamt rund 2,5 Hektar, eingenetzt.

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Netze schützen vor SchädlingenDank dieser Netze können weder die asiatische Kirschessigfliege noch die Kirschfruchtfliege in die Anlage und somit auch nicht an die Kirschen gelangen. „Die kommen durch die engen Maschen einfach nicht durch“, erläutert Schmitz-Hübsch. „Die Netze haben eine Maschenweite von nur 0,8 Millimeter und wurden bereits Anfang Mai geschlossen.“

Zum Schutz vor Wind und Sturm hat Schmitz-Hübsch die komplette Süßkirschen-Plantage – rund 3000 Süßkirschbäume – zusätzlich mit einer inzwischen etwa vier Meter hoch gewachsenen Thuja-Hecke eingefriedet. Im Anbau sind frühe, mittlere und spätere Süßkirschen – insgesamt acht Sorten –, die nun bis etwa Mitte Juli nacheinander reifen. Geerntet wird täglich. Schon seit Jahren kommen dazu polnische Studenten während ihrer Semesterferien.

Ein Kilogramm Süßkirschen kostet bei Schmitz-Hübsch aktuell 7,90 Euro.

Wie Anno dazumal pflücken sie die Köstlichkeiten händisch von den Ästen, stets mit Stiel, damit die Früchte nicht austrocknen (siehe „Je dunkler, desto gesünder“) . Um auch an die obersten Kirschen zu gelangen, hilft nur die Leiter. Allerdings lässt Schmitz-Hübsch die Bäume nicht höher als etwa 3,50 Meter wachsen. Sie werden deswegen direkt nach der Ernte zurückgeschnitten.

Süßkirschenbäume haben schon in früheren Jahren das Bild des Vorgebirges geprägt. In der Eisenbahn „Feuriger Elias“ hat es sogar Ausflugsfahrten aus Köln zur Kirschblüte ins Vorgebirge gegeben. Heute sind es meist „wilde Kirschen“ die auf den Streuobstwiesen und an den Straßenrändern an den Vorgebirgshängen wachsen. Die weißen Blüten sprechen Menschen aber bis heute an – unter anderem auch beim Frühlingserwachen.

Roland Schmitz-Hübsch vermarktet seine Süßkirschen ausschließlich im Hofladen. Keine 500 Meter sind es von der Plantage zum Betrieb. Dort werden die Süßkirschen nach der Ernte für etwa 30 Minuten lediglich heruntergekühlt. Danach kommen sie kalt direkt in den Verkauf.

An manchen Tagen bildet sich zurzeit eine Schlange im Hofladen, um von den Süßkirschen zu naschen und um sie sich frisch ins Körbchen legen zu lassen. Ein Kilogramm Süßkirschen kostet dort aktuell 7,90 Euro.