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„Enorme Rauchentwicklung“Feuerwehr löscht Dachstuhlbrand in Sankt Augustin – Haus unbewohnbar

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Der Dachstuhl des Hauses in Sankt Augustin stand in Flammen.

Der Dachstuhl des Hauses in Sankt Augustin stand in Flammen.

Die zwei Bewohner des Hauses konnten sich retten. Bei Minusgraden war die Feuerwehr die halbe Nacht im Einsatz.

Die gesamte Feuerwehr Sankt Augustins war am Dienstagabend, 6. Januar, im Stadtteil Hangelar im Großeinsatz. In einem Wohnhaus an der Kölnstraße war ein Feuer im Dachstuhl ausgebrochen. Die beiden Bewohner konnten sich unverletzt retten, doch die Löscharbeiten zogen sich bei Minusgraden bis tief in die Nacht.

Dass sie es mit einem Dachstuhlbrand zu tun bekommen würden, wussten die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin schon bei der Alarmierung um 23.07 Uhr. „Die ersten Einheiten konnten eine enorme Rauchentwicklung aus dem Dachbereich feststellen. Die beiden Bewohner standen zum Glück schon draußen“, sagte Pressesprecher Dennis Schwellenbach. Wehrleiter Herbert Maur ließ zwei Mal die Alarmstufe erhöhen, sodass die gesamte Feuerwehr Sankt Augustins im Einsatz war.

„Flammen konnten sich schnell ausbreiten“

Das Wohnhaus ist ein zweistöckiger Altbau im Herzen von Hangelar. „Aufgrund der Holzbauweise im Dachstuhl konnten sich die Flammen schnell ausbreiten, was darin war, können wir nicht sagen“, sagte Schwellenbach. Flammen schlugen empor, aufgrund des steilen Dachs stürzten alsbald die Dachschindeln herab, sie fielen auf das Pflaster und ein geparktes Handwerkerfahrzeug. Die Feuerwehrleute sperrten den unmittelbaren Bereich vor dem Haus ab.

Mit einem Einreißhaken stößt der Feuerwehrmann Dachschindeln herunter

Mit einem Einreißhaken stößt der Feuerwehrmann Dachschindeln herunter.

Zugleich bauten sie eine Löschwasserverbindung auf – bei Temperaturen unter Null: „Bei vergangenen Einsätzen kam es schon mal vor, dass Hydranten eingefroren waren, heute gab es aber keine Probleme“, sagte Schwellenbach. „Jedoch ist es glatt, weswegen einige Kameraden Streusalz verteilt haben.“ Die Feuerwehr baute ihre beiden Drehleiterfahrzeuge auf, das Mülldorfer direkt vor dem Haus, das Mendener auf der Rückseite, wo sie es in einen engen Durchgang und unter einem Baum hindurch rangierten. Von zwei Seiten starteten sie den Löschangriff. Zweimal jedoch zündete der Rauch durch, weswegen sich die Feuerwehrleute zurückziehen mussten.

Kölnstraße während des Einsatzes gesperrt

Gegen 0.20 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, einzelne Dachbalken loderten aber weiter. „Wir haben eine Drehleiter zurückgebaut und geprüft, ob ein Innenangriff möglich ist“, sagte Schwellenbach. Die Löscharbeiten dauerten bis 2.45 Uhr an. Der Rettungsdienst hatte die beiden Bewohner mit Decken versorgt, das Ordnungsamt brachte sie in einem Hotel unter, denn das Haus ist unbewohnbar. Da der Rauch über die dichte Bebauung hinwegzog, wurden Nachbarinnen und Nachbarn angehalten, die Fenster geschlossen zu halten.

Mitarbeiter des Bauhofs kamen, um mehr Streusalz zu liefern, Mitarbeiter von Westnetz stellten den Strom ab. Bürgermeister Max Leitterstorf und Kreisbrandmeister Stefan Gandelau kamen zur Einsatzstelle, um sich ein Bild zu machen. Im Einsatz waren laut Dennis Schwellenbach 120 Feuerwehrmänner und -frauen, dazu Angehörige des Rettungsdienstes und der Polizei. Die Löscheinheit Friedrich-Wilhems-Hütte aus Troisdorf stellte im Gerätehaus Mülldorf den Grundschutz sicher, falls anderswo in Sankt Augustin etwas passieren sollte. Die Kölnstraße blieb während des Einsatzes gesperrt.

Am Mittwochmorgen rückten noch einmal Feuerwehrleute zu Nachlöscharbeiten aus, weil es aus dem Gebäude wieder rauchte. Der Brandermittler der Kreispolizei nahm am Vormittag seine Arbeit auf, die Brandursache ist noch unklar. Vor rund zweieinhalb Jahren hatte nur 120 Meter entfernt ebenfalls ein Wohnhaus gebrannt, die Ruine steht dort bis heute.