KommentarEndlich Fakten statt Phrasen über Sankt Augustins Gärten der Nationen

Blick in die Gärten der Nationen in Sankt Augustin-Mülldorf
Copyright: Quentin Bröhl
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Blick in die Gärten der Nationen in Sankt Augustin-Mülldorf
Copyright: Quentin Bröhl
Wenn Politik auf Wirklichkeit trifft: Die Vorsitzende des Vereins „Gärten der Nationen“ redete Tacheles im Sozialausschuss und hinterließ Ratlosigkeit.
Solch offene Worte sind Seltenheit in den Gremien, in denen selbst Hobbypolitiker Phrasen dreschen und weichgespülte Formulierungen verwenden. Die tun schließlich keinem weh – irgendein Wähler, irgendeine Gruppe könnte ja Anstoß nehmen, verschleiern aber oft die Fakten. Soziale Projekte wollen etwas Gutes, dass das aber oft mit der Realität nichts zu tun hat, zeigen die Gärten der Nationen exemplarisch. Hier gibt’s günstig Grabeland, der Gemeinschaftsgedanke dahinter ist wohl nur einigen lieb und teuer und offenbar den meisten egal. Nicht wert, dafür Zeit und Mühe zu opfern.
Ein Projekt steht vor dem Scheitern. Retten könnten es nur Menschen, die sich tatkräftig für das Miteinander einsetzen. Die gibt es. Die meisten haben aber wohl einen Garten hinterm eigenen Haus.