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Starke Rauchentwicklung23 Verletzte bei Feuer in Sankt Augustin – Ermittlungen wegen Brandstiftung

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Bei dem Küchenbrand in Sankt Augustin wurden mehrere Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen. Der schwarze Rauch stieg aus dem Fenster nach oben.

Bei dem Küchenbrand in Sankt Augustin wurden mehrere Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen. Der schwarze Rauch stieg aus dem Fenster nach oben.

Ein Küchenbrand führte am Sonntag zu einem Großeinsatz der Feuerwehr in Sankt Augustin. 23 Menschen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen.

Bei einem Wohnungsbrand in Sankt Augustin sind am Sonntagnachmittag (13. September) 23 Menschen verletzt worden. Eine Küche hatte in Flammen gestanden, mehrere Personen waren in darüber liegenden Stockwerke gefangen. Die Feuerwehr rettete sie, fast alle Betroffenen mussten ins Krankenhaus.

Die Freiwillige Feuerwehr war um 15.28 Uhr zu einem Küchenbrand nach Niederpleis gerufen worden. Nur zwei Minuten später wurde die Alarmstufe erhöht, kurz nach Eintreffen löste Wehrleiter Herbert Maur Stadtalarm aus. Die gesamte Feuerwehr Sankt Augustins war nun im Einsatz. Es brannte in einer Wohnung im Erdgeschoss eines Acht-Parteienhauses. Die gesamte Küche brannte, der schwarze Rauch schlug an der Fassade empor.

Neun Personen wurde  über Leitern aus dem Haus in Sankt Augustin gerettet

„Die darüber liegenden Wohnungen wurden durch den Rauch beeinträchtigt, weswegen neun Personen über die Drehleiter und durch Leitern an der Rückseite gerettet werden mussten“, sagte Dennis Schwellenbach, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin. Insgesamt hätten 23 Personen über Reizungen der Atemwege geklagt. Die Einsatzleitung löste einen sogenannten Massenanfall an Verletzten aus. „Es waren mehr als zehn Rettungswagen und drei Notärzte hier, dazu kam die organisatorische Komponente bei diesem großen Patientenaufkommen“, sagte er.

Brand in Sankt Augustin-Niederpleis, Am Engelsgraben, Hochhauskomplex. B5 ausgelöst.

Brand in Sankt Augustin-Niederpleis, Am Engelsgraben, Hochhauskomplex. B5 ausgelöst.

20 Menschen seien, überwiegend leicht verletzt, in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Drei weitere hätten den Transport abgelehnt. Währenddessen gingen mehrere Trupps unter Atemschutz in die Brandwohnung und versuchten, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Nach gut einer Stunde war das Feuer aus.

Vier Wohnungen in dem Acht- Parteienhaus in Niederpleis sind nicht mehr bewohnbar

Feuerwehrleute begingen Schwellenbach zufolge die acht Wohnungen und maßen die Belastung durch den Rauch. „Die Wohnung ist definitiv nicht mehr bewohnbar, wahrscheinlich auch drei weitere. Das Ordnungsamt kümmert sich um ihre Unterbringung“, sagt er. Gegen 18 Uhr war der Einsatz beendet.

80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Einige Bewohnerinnen und Bewohner mussten mit Leitern aus dem Haus geholt werden.

80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Einige Bewohnerinnen und Bewohner mussten mit Leitern aus dem Haus geholt werden.

Die Straße Am Engelsgraben und die Lochnerstraße waren während der Löscharbeiten komplett gesperrt. Insgesamt waren 80 Feuerwehrleute vor Ort, dazu 30 Angehörige des Rettungsdienstes und etwa zehn Polizistinnen und Polizisten.

Die Kriminalpolizei nahm am Montag die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung auf. Schnell ergaben sich Hinweise darauf, dass das Feuer auf einen fahrlässigen Umgang mit einer offenen Flamme zurückzuführen ist. Das hätten entsprechende Spuren vor Ort ergeben, teilte die Polizei mit. Sie beschlagnahmte die Wohnung als möglichen Tatort. Der Schaden soll rund eine halbe Million Euro betragen. Die Ermittlungen dauern an.