Künstliche Intelligenz sieht Firmengründer Aleksander Sadowski als Chance und als integralen Bestandteil des Produktentstehungsprozesses.
Erfolgreicher SoftwareentwicklerAlsado aus Sankt Augustin lehnt Millionen-Einstieg von Investoren ab

Aleksander Sadowski (l.) aus Sankt Augustin auf der Hannover Messe 2026.
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„Ich fühle mich wie in einem Kampf von David gegen Goliath und habe mich mit dem Besuch bei Siemens direkt ins Wespennest begeben“, so Aleksander Sadowski. Der 30-Jährige hat ein kostenloses Programm entwickelt, das bei der Konstruktion von Maschinen hilft. Siemens biete eine ähnliche Softwaren für mehrere tausend Euro an, so der Entwickler. Auf einer Veranstaltung im schweizerischen Zug stellte Sadowksi sein Produkt vor. Siemens hatte das Treffen Mitte Mai organisiert.
„Es ist immer schwer abzuschätzen, wie diese Giganten auf solche Aktionen reagieren. Dadurch, dass unsere Software quelloffen ist, sind wir damit natürlich beliebt bei den öffentlichen Institutionen, und bei Engineering Themen insbesondere bei der Deutschen Bundeswehr“, berichtet Sadowski im Gespräch mit der Redaktion zu den Zukunftsaussichten des Produktes. Im Jahr 2020 hatte er bereits eine eigene Firma mit dem Namen Alsado gegründet. Eine Kombination aus seinem Vor- und Nachnamen. Fasziniert war er von den Möglichkeiten der Software „FreeCAD“. Sie ist noch heute das Herz seines Unternehmens. Sie hilft Menschen bei der Konstruktion von Maschinen.
Mehrere Investoren wollten für Millionenbeträge in die Firma Alsado aus Sankt Augustin einsteigen
Inzwischen hat Sadowski eine neue Software entwickelt, die er auch in Hannover, Stuttgart und Zug vorstellte. Die „OpenPartsLibrary“ begleitet den gesamten Produktentwicklungsprozess und nicht nur die Konstruktion einer Maschine. Dass er damit richtig liegt, wurde ihm klar, „als Investoren ihm Angebote im Millionenbereich für einen Einstieg in die Firma gemacht haben“. Er möchte jedoch zunächst selbstständig bleiben, um die Kontrolle zu behalten.
„Ich möchte das entscheiden, was ich für wichtig halte, um mein Produkt weiter zu entwickeln“, so Sadowski. Gerade die immer stärker in den Markt drängende Künstliche Intelligenz sieht Sadowski als Chance und als integralen Bestandteil des Produktentstehungsprozesses. Dadurch möchte er insbesondere kleinen und mittelständischen Herstellern die Werkzeuge geben, um auf dem globalen Markt mithalten zu können.