Durch Köln gerastSiegburger Gericht verurteilt 19-Jährigen wegen illegalen Rennens

Ein Saal im Amtsgericht Siegburg (Symbolbild)
Copyright: Quentin Bröhl
Siegburg – Das Siegburger Jugendgericht hat einen Fahranfänger nach einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Der 19-Jährige aus Neunkirchen-Seelscheid war Ende Februar 2021 mit seinem getunten Audi A3 doppelt so schnell wie erlaubt durch den Tunnel an der Köln-Arena gerast – mit Tempo 100.
Auf der zweiten Spur drückte ein Freund des Angeklagten am Steuer eines BMW kräftig aufs Gas. Anschließend wollte sich der Angeklagte auf der Autobahn 59 sogar mit einem zivilen Polizeifahrzeug einen rasanten Wettkampf liefern und beschleunigte auf bis zu 180 Kilometer pro Stunde, erlaubt sind dort 100.
Illegales Rennen über neun Kilometer durch Köln
Die Polizeistreife hatte den Audi aus dem Tunnel über den Zubringer bis zur Autobahn verfolgt, wobei die Pkw sich mehrmals überholten und die Fahrstreifen wechselten, bis sich der BMW absetzen konnte. Das Rennen zog sich über eine Strecke von mehr als neun Kilometern, bis der 19-Jährige gestoppt werden konnte.
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Der Angeklagte wurde vom Jugendgericht verurteilt, eine Summe von 2000 Euro an die Staatskasse zu zahlen. Zudem wurde dem 19-Jährigen die Fahrerlaubnis entzogen und angeordnet, dass er erst nach Ablauf von drei weiteren Monaten eine neue Fahrerlaubnis erhalten darf.
Diese Tat sei „jugendtümlich“, sagte der Richter. Zur erzieherischen Einwirkung auf den Angeklagten sei es angemessen, ihm die Zahlung eines Geldbetrages in Höhe seines monatlichen Nettoeinkommens aufzuerlegen. Abgezogen wurde lediglich die Summe für Kost und Logis. Der 19-Jährige lebt noch bei seinen Eltern.



