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Virtuelle Power-MamaInfluencerin „Sophiatokk“ aus Siegburg hat ihr erstes Buch veröffentlicht

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Die Influencerin, bekannt unter dem Namen Sophiatokk hat ein Buch über ihre Erfahrungen geschrieben.

Die Influencerin, bekannt unter dem Namen „Sophiatokk“ hat ein Buch über ihre Erfahrungen geschrieben.

In ihrem Buch „Fremdbild“ erzählt die Influencerin Geschichten aus ihrem Leben und will zeigen, wie sie so wurde, wie sie heute ist.

Sophiatokks Bemühungen um die Siegburger Ehrenbürgerschaft sind in letzter Zeit ein wenig ins Stocken geraten. Ansonsten läuft es aber gut für eine der originellsten und reichweitenstärksten Influencerinnen der Kreisstadt.

Mit „Fremdbild“ (Trabanten Verlag) legt sie jetzt ihr erstes Buch vor, bewusst unter ihrem bürgerlichen Namen Sophia Schneider. Zwar liefert die Comedienne und Content Creatorin auch darin viel Stoff zum Schmunzeln, aber es mangelt auch nicht an ernsten Tönen: „Viele Leute sagen mir, ‚Ich wünsche, ich wäre so selbstbewusst wie du.‘ In dem Buch will ich anhand skurriler Situationen aus meinem Leben zeigen, wie ich so wurde, wie ich heute bin. Vielleicht können die Leser davon etwas mitnehmen.“

Sophiatokk sorgte in den Sozialen Medien mit Siegburg-Content für Aufsehen

Die junge Frau, der inzwischen auf TikTok 240.000 und auf Instagram 98.000 folgen, war in ihrer Jugend eine Außenseiterin, die heftig gemobbt wurde. Eine Erfahrung, die sie geprägt und letztlich auch stark gemacht hat. Das erste Kapitel des Buches heißt „Kleinstadt“ und handelt – natürlich – von Siegburg: „Ich habe in der Vergangenheit viel Siegburg-Content gemacht, zudem liebe und genieße ich das Leben hier auch wirklich.“ Das sorgte vor der letzten Kommunalwahl für Aufsehen. Als sich Sophiatokk auf Social Media etwas amüsiert über den gut gefüllten städtischen Veranstaltungskalender zeigte, reagierte Siegburgs Bürgermeister Stefan Rosemann (SPD) und bat sie auf Instagram um Ideen, wie die Kreisstadt noch lebenswerter gemacht werden könnte.

Schneider ließ sich nicht lange bitten. Zu ihren Anregungen gehörte eine deutliche Verbesserung des örtlichen Fastfood-Angebots, ihren Geburtstag als Feiertag und nichts weniger als die Siegburger Ehrenbürgerschaft – wobei Rosemann nur bedingt helfen kann. Dennoch: „Inzwischen sind wir Best Buddies geworden“, verrät sie. Zudem Schneider überzeugt ist, dass Siegburg das noch hippere „Slayburg“ werden kann – wobei „Slay“ für wahnsinnig cool steht. Auch wenn sie inzwischen auch einen guten Draht zur Siegburger CDU hat, bleibt die besondere Verbindung mit Rosemann bestehen: „Wir wollen jetzt einen gemeinsamen PodCast machen.“

Ich werde als Rabenmutter beschimpft und man droht mir mit dem Jugendamt – für Kinder, die es gar nicht gibt.
Sophiatokk über ihre Social Media-Rolle als Mutter

Darüber hinaus liefert sie weiterhin Content, eine Karriere, die sie noch als Dozentin bei einer Kosmetikschule begonnen hat. Nach einer Zeit beim öffentlich-rechtlichen Medienangebot „Funk“ bespielt sie nun intensiv ihre eigenen Social-Media-Kanäle. Dabei geht es mitunter um sehr persönliche Themen, wie ihrem akuten Haarausfall. Besonders erfolgreich sind jedoch Schneiders skurrile Einblicke in eine obskure, fiktive Berliner Wohngemeinschaft.

Und dann schlüpft sie immer wieder in die Rolle der überkandidelten Mutter der Geschwister Greta Second Joy und Leo Iltis, wobei letzterer zumindest in den Augen seiner Erziehungsberechtigten hochbegabt ist. Während Sophiatokk in ihren urkomischen Clips die vermeintliche Ausgrenzung ihres verhaltensauffälligen Sprosses beklagt, eskalieren die Kommentarspalten: „Darin werde ich als Rabenmutter beschimpft und man droht mir mit dem Jugendamt – für Kinder, die es gar nicht gibt.“

Mit der realen Sophia Schneider hat all das wenig gemein, betont die Kreative: „Ich bin zwar extrovertiert, habe viele Freunde und bin gerne unterwegs. Aber wenn ich privat bin, dann bin ich auch meistens wirklich gerne für mich alleine.“

Sophia Schneider: „Fremdbild“, Trabanten Verlag Berlin, 186 Seiten, 16,00 Euro.