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Sprengsatz geworfenMaskierte Person verschanzt sich mit Messer in ICE-Toilette an Siegburger Bahnhof

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Am Bahnhof in Siegburg lief am Donnerstagabend ein Einsatz der Bundespolizei. Ein ICE musste angehalten werden.

Am Bahnhof in Siegburg lief am Donnerstagabend ein Einsatz der Bundespolizei. Ein ICE musste angehalten werden.

Der maskierte Täter hatte zudem ein großes Messer dabei. Die Bundespolizei konnte ihn überwältigen. Der Zugverkehr wurde eingestellt.

Am ICE-Bahnhof Siegburg läuft seit dem späten Donnerstagabend (2. April) ein Einsatz der Bundespolizei. Demnach gibt es eine Bedrohungslage an einem ICE.

Der Zug steht derzeit an Gleis 6, rund 25 Beamtinnen und Beamten stehen teils schwer bewaffnet darin oder davor. 

Maskierte Person warf Böller mit Soft-Air-Kugeln

Im Zug befand sich nach Zeugenaussagen eine maskierte Person, die aus einer Toilette lugte. Wie Daniela Maaßen, Sprecherin der Bundespolizei, mitteilt, habe es einen Notruf aus dem Zug gegeben. „Ein maskierter Mann hat zwei Böller mit Soft-Air-Kugeln in den Gang geworfen. Diese explodierten auch, es wurde aber niemand verletzt.“

Der Zug war auf dem Weg nach Frankfurt und habe außerplanmäßig in Siegburg gehalten, so Maaßen. „Der maskierte Mann hat sich auf einer Zugtoilette verschanzt, die Beamten konnten ihn überwältigen und festnehmen.“ Der Mann habe ein großes Messer im Rucksack gehabt und geäußert, „mehrere Leute abstechen“ zu wollen. Die Bundespolizei durchsucht den geräumten Zug nun.

Die Passagiere versammeln sich im Parkhaus. Zeugen berichteten von Panik im Waggon, es habe gequalmt und Kunststoffsplitter seien umher geflogen. Ein Aufgebot an Hilfskräften kommt aktuell hinzu, um die etwa 300 Menschen zu betreuen. Der übrige Zugverkehr ist komplett eingestellt worden. Auch S-Bahnen fahren derzeit nicht. (mfu)