Schwäne haben Eltern verlorenSo geht es den sechs verwaisten Küken aus Siegburg

Die Feuerwehr fing die Jungschwäne ein.
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Siegburg – Den sechs offenbar verwaisten Schwanenküken, die die Feuerwehr am Montag an den Teichen nahe der Siegburger Waldstraße einsammelte, geht es gut. Sie sind mittlerweile vom Retscheider Hof in Bad Honnef nach Hattingen umgezogen, wie Nils Michael Becker von der Wildtierauffangstation auf Anfrage dieser Zeitung erläuterte: „Wir haben sie zwar als Notfall aufgenommen, sind aber auf kleine Raubsäuger spezialisiert, nicht auf Vögel.“
Daher wurde ein Transport der offenbar verwaisten Küken zur Vogelpflegestation Paasmühle nach Hattingen organisiert. 500 Greifvögel, Eulen und Wasservögel pflegt Thorsten Kestner dort gesund, die fünf kleinen Küken setzte er in ein Gehege mit anderen Jungschwänen ins weiche Stroh.
Siegburger Schwanenküken müssen jetzt nur schlafen, essen und schwimmenlernen
Ein Glück für die Schwanenkinder, die nach Kestners Schätzung erst vier bis fünf Wochen alt sind und alleine nicht hätten überleben können, nachdem erst ihr Vater und Tage später auch ihre Mutter spurlos verschwanden. „Jetzt füttere ich sie mit Spezialfutter und Kopfsalat“, berichtet Kestner.

Dies ist eines der letzten Bilder von der Mutter mit ihren Küken.
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Bis zu ihrer Auswilderung im März kommenden Jahres brauchen die Waisenkinder nichts weiter tun als schlafen, essen und in dem kleinen See im Gehege schwimmenlernen. Einer von ihnen unterscheidet sich von seinen Geschwistern durch sein weißes Gefieder und ist auch deutlich kleiner. „Er hat einen Gendefekt“, erklärt Kestner, „der bleibt bis zu seinem Lebensende bei mir.“
