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MusiktalentSiegburgerin Klara Herkenhöhner unterrichtet an der Musikschule

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Klara Herkenhöhner als Solistin beim Mozartkonzert.

Klara Herkenhöhner als Solistin beim Mozartkonzert.

Mit vier Jahren kannte Klara schon die Noten so gut, dass sie Blockflöte und Querflöte spielen lernen konnte.

„Ich bin mit Musik aufgewachsen, und dass man ein Instrument spielt, war für mich irgendwie selbstverständlich“, berichtet Klara Herkenhöhner. Das ist nachvollziehbar. Ihre Eltern sind hochversierte Instrumentalisten und waren dies schon in Klaras Kindheit: Hans-Peter Herkenhöhner, heute Leiter der Siegburger Engelbert-Humperdinck-Musikschule, am Klavier, Karen Fälker-Herkenhöhner mit der Querflöte. Und da auch „gefühlt alle Freunde der Familie mit Musik zu tun hatten“, so die 25-Jährige, war der Weg vorgezeichnet.

Siegburger Talent konnte schon mit vier Jahren Noten lesen

In der heimischen musikalischen Erziehung habe man immer darauf geachtet, „was genau zu ihrem Alter passte wie Singen und Übungen mit Liederfibeln“, erzählt die Mutter. Mit vier Jahren („Ich hatte immer Spaß“) kannte Klara die Noten so gut, um zunächst Blockflöte und bald Querflöte zu erlernen, parallel verbesserte sich das Spiel nach Gehör. Mit fünf Jahren nahm sie erstmals an „Jugend musiziert“ teil.

Die kleine Klara beim Üben, mit ihren Eltern und auf Konzerten mit dabei.

Die kleine Klara beim Üben

Ihr Fleiß blieb ungebrochen, auch wenn sie als Zehnjährige manchmal Zeiten erlebte, „wo das Üben eigentlich keinen Spaß mehr macht“. Das Strenge sei eher immer vom Vater gekommen, erinnert sie sich, „aber es war nie so, dass ich etwas machen musste, was ich nicht wollte. Üben gehörte irgendwie dazu wie Zähneputzen“.

Klara Herkenhöhner aus Siegburg holte 25 Preise bei „Jugend musiziert“

Bei „Jugend musiziert“ heimste sie 25 Preise ein, darf sich vierfache Bundespreisträgerin nennen. Den Verdienst sieht die Tochter auch in den Eltern: „Sie haben ein angenehmes Umfeld dafür geschaffen.“ Der Vater: „Die Wettbewerbe fanden quer durch Deutschland statt, wir wurden zum Racing-Team.“

Als 15-Jährige wurde Klara Herkenhöhner an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf aufgenommen, als Jungstudentin in der Flötenklasse bei Evelin Degen. Die Regelschule am Siegburger Gymnasium Alleestraße musste sie freilich fortführen. Das bedeutete dreimal in der Woche: bis 16 Uhr Unterricht in Siegburg, 18 Uhr Unterrichtsbeginn in Düsseldorf mit anschließender Probe, 23 Uhr zurück in Siegburg.

Die kleine Klara mit ihren Eltern.

Die kleine Klara  mit ihren Eltern.

Nach dem Abitur setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln fort. Dort studierte Klara Herkenhöhner zunächst bei Robert Winn, ehemaliger Soloflötist des Royal Philharmonic Orchestra, und schloss ihr Studium nach fünf Jahren bei Dirk Peppel ab. Es folgten Meisterkurse bei namhaften Flötisten, in New York wurde sie von den Flötenvirtuosen Robert Langevine und Linda Chesis unterrichtet. Zwischendurch durfte sie bei einem halbjährigen Auslandsaufenthalt an der Royal Irish Academy of Music ihre Fertigkeiten in Dublin weiteren Schliff verleihen.

Siegburgerin erhielt Einladung von der Musikhochschule Köln

Dazu trug auch die Einladung vom Orchester der Musikhochschule Köln bei, in Mozarts Flötenkonzert in G-Dur die Soloflöte zu spielen. In London wirkte sie bei der Aufführung der gewaltigen Sinfonien Nr. 5 und 6 von Gustav Mahler mit. Durchaus einen Coup landete Klara Herkenhöhner mit dem Studium „Master of Performance“ am Royal College of Music in London. Sie wurde als eine von drei Musikerinnen aus weltweit 900 Bewerbern für das Studium ausgewählt, was sie gewiss als 1a-Zeugnis einstufen darf. Und dass sie an ihre Ersparnisse für die 38.000 Euro Studiengebühr ging, belegt die Ernsthaftigkeit ihres Strebens.

Den Plan Orchestermusikerin verfolge sie weiter, erzählt die leidenschaftliche Hobbysportlerin. „Ich werde auf jeden Fall an Probespielen teilnehmen.“ Sie wisse aber auch, dass Orchesterplätze für ihr Instrument rar seien, sie wisse von einer Vielzahl „von höchstqualifizierten Musikern aus allen Ecken der Welt“, die sich um freie Plätze in Orchestern oder an Musikhochschulen rangelten.

Neue Aufgaben an der Siegburger Musikschule

Gleichzeitig sehe sie gerade in ihren neuen Aufgaben als Dozentin an der Siegburger Musikschule „viele spannende Herausforderungen, etwa die studienvorbereitende Ausbildung“. Außerdem sieht sie bei sich viele Talente, etwa das Singen, wie sie bei Konzerten mit „Baroque in Blue“ an der Seite ihrer Eltern beweisen konnte. Zudem rücken bei ihr momentan eigene Kompositionen und neue kreative Projekte stärker in den Vordergrund.

Klara als Solistin beim Mozartkonzert

Klara als Solistin beim Mozartkonzert

Aktuell stehe ein Kinderlied beziehungsweise Weihnachtssong für Siegburg mit einem kleinen Kinderchor inklusive der gesamten Organisation an. „Auf diese kreative Herausforderung freue ich mich sehr und sehe darin keineswegs einen Plan B, vielmehr eine ganz eigene und spannende Perspektive.“