Rhein-Sieg-Kreis – Jeder Einwohner im Kreisgebiet, ob Baby oder Greis, hat – zumindest im Schnitt und rein rechnerisch – ein verfügbares Jahreseinkommen von 22.719 Euro. Das geht aus der jüngsten Erhebung des Statistischen Landesamtes IT NRW hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.
Alle Einwohner des Rhein-Sieg-Kreises zusammengerechnet haben demnach ein verfügbares Jahreseinkommen von fast 13,5 Milliarden Euro. Datenbasis für die jetzt bekanntgegebenen Zahlen sind allerdings Angaben aus dem Jahr 2015. Gegenüber dem Jahr 2014 stiegen die verfügbaren Jahreseinkommen pro Einwohner in der Region um 2,3 Prozent oder 300 Euro.
Unter dem verfügbaren Jahreseinkommen versteht man den Teil des Einkommens, der nach dem Abzug von Steuern und Sozialabgaben für sämtliche Ausgaben – Essen, Trinken, Miete, Einkäufe und anderes sowie für’s Sparen zur Verfügung steht.
Das jährliche sogenannte Primäreinkommen – das Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen – betrug im Rhein-Sieg-Kreis 2015 pro Kopf 28.108 Euro.
Damit liegen die Einwohner in den 19 Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises beim Jahreseinkommen deutlich über dem landesweiten Durchschnitt. Dieser liegt bei 21 336 Euro. Unter den Rhein-Sieg-Kommunen gibt es allerdings ein deutliches Einkommensgefälle. Besonders gut – zumindest finanziell – geht es den Menschen im Siebengebirge: Wer in Bad Honnef lebt, der hat im Jahr 27 580 Euro zur Verfügung, im benachbarten Königswinter sind es 25 240 Euro.
Ähnlich gut verdienen im Linksrheinischen die Einwohner von Meckenheim, für die 25 641 Euro errechnet wurden. Das regionale Schlusslicht bei der Einkommensverteilung bilden die Bewohner in den ländlichen Kommunen des östlichen Kreisgebiets, also vor allem an der Oberen Sieg: Nachdem das Finanzamt und die Sozialversicherungen ihren Anteil am Einkommen erhaltenen haben, bleiben jedem Eitorfer im Jahr durchschnittlich 19 854 Euro zur freien Verfügung, um seine Lebenshaltungskosten zu zahlen, aber auch um Vermögen zu bilden.
Die Einwohner der Nachbargemeinde Windeck haben unter dem Strich 20 347 Euro zu Verfügung. In Ruppichteroth liegt das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen mit 20 653 Euro nur unwesentlich höher.
Top-Verdiener in Schalksmühle
Die Top-Verdiener des Landes NRW im Vergleich aller insgesamt 396 nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden leben in Schalksmühle, einer Gemeinde im Märkischen Kreis mit rund 10 000 Einwohnern. Für deren Bürger haben die Statistiker des Landesamtes ein durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen von stattlichen 36 382 Euro errechnet. Am wenigsten verdienen – statistisch betrachtet – die Menschen in Gelsenkirchen (16 274 Euro) und in Kranenburg im Kreis Kleve (15 313 Euro).
