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Gehäufte AtemwegsbeschwerdenRätselhaftes Phänomen in Troisdorfer Gewerbegebiet

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Spedition_Troisdorf

Aus Köln rückte die  Analytische Task Force mit Spezial-Messgeräten an.

Troisdorf – Die Feuerwehr Troisdorf war am Donnerstag nahezu den ganzen Tag bei einer Logistikfirma an der Camp-Spich-Straße im Einsatz. Kurz vor 8 Uhr kam die erste Alarmierung. 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Frühschicht hatten über Husten, laufende Nase und Augenreizungen geklagt.

Sie verließen die rund 5000 Quadratmeter große Lagerhalle, in der Pakete, Kanister und andere Gebinde in unterschiedlicher Größe umgeschlagen werden. Der Rettungsdienst sichtete die 13 Personen, ohne dass jemand behandelt werden musste. Einer angrenzende Halle wurde ebenfalls geräumt.

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Die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus.

Ein Trupp unter Atemschutz kontrollierte mit einem Messgerät, ohne Feststellungen machen zu können. Die Fachberaterin Chemie, Professorin Dr. Lucia Wickert, organisierte mehrere Messreihen mit unterschiedlichen Prüfröhrchen und einem speziellen Messgerät. Schließlich zeigte sich an einer Palette mit 33 Kanistern á 25 Liter Flüssigkeit ein Ausschlag.

Sie waren weder beschädigt noch lief etwas aus. Die Substanz ist ein Geschmacksstoff für die Herstellung eines Erfrischungsgetränks. Die Palette wurde ins Freie gebracht, der Empfänger sicherte zu, sie fachgerecht abzuholen. Anschließend setzten Wehrleute Hochdrucklüfter ein. Um 11.30 Uhr konnte die hauptamtliche Wache wieder einrücken.

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Um 14.40 Uhr begann der zweite Einsatz. Zehn Mitarbeiter aus der Spätschicht klagten über die selben Symptome wie ihre Kollegen am Morgen. Bevor die Mitarbeiter der Wache eintrafen, war die Halle geräumt. Nach kurzer Beratung entschied der Einsatzleiter, Brandrat Hans-Jürgen Spies, Messeinheiten aus Siegburg und Königswinter sowie die Analytische Task Force (ATF) aus Köln anzufordern.

Mehrere Trupps unter Atemschutz führten zahlreiche Messungen auf der gesamten Fläche durch. Doch selbst mit der Spezialgeräten der ATF konnte nichts gefunden, werden, was auf die Symptome hinweisen könnte. Um 19.30 Uhr wurde der Einsatz der 50 Wehrleute ergebnislos abgebrochen. Die zehn Mitarbeiter wurden vom Rettungsdienst untersucht, ohne einen Befund.