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Wohnung unbewohnbarTroisdorfer Familie nach Verpuffung ins Krankenhaus gebracht

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Feuerwehrleute stehen vor einer Wohnung, daneben ist ein beschädigtes Fenster zu sehen.

Feuerwehrleute neben der betroffenen Wohnung. Deutlich zu sehen ist der Fensterrahmen, der aus dem Mauerwerk gedrückt worden war.

Die Fenster flogen durch die Wucht aus den Rahmen, die Wohnung ist zunächst nicht mehr bewohnbar.

Es muss einen gewaltigen Knall gegeben haben an der Mendener Straße in Friedrich-Wilhelms-Hütte. In einem Mehrparteienhaus hatte es in der Nacht auf Dienstag gegen 2.40 Uhr eine Verpuffung gegeben. Ein 24-jähriger Mann erlitt Verbrennungen, er wurde mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern ins Krankenhaus gebracht.

Scherben liegen auf dem Boden.

Scherben liegen auf dem Boden, sie waren mehrere Meter weit geflogen.

Die Feuerwehr aus Troisdorf war zunächst wegen eines unklaren Gebäudebrands alarmiert worden. Als sie an dem neunstöckigen Hochhaus eintrafen, fiel den Wehrleuten sofort die zerstörte Erdgeschosswohnung auf. Der Rahmen des Wohnzimmerfensters und der Balkontür war komplett aus der Mauer gebrochen, Scherben lagen auf dem Boden, sie waren bis zu acht Meter weit geflogen. Es roch nach angebranntem Essen.

Wohnung in Troisdorfer Mehrparteienhaus ist vorerst unbewohnbar

Wie Peter Kern, Pressesprecher der Troisdorfer Feuerwehr, berichtete, standen ein junges Paar mit seinen beiden kleinen Kindern vor der Wohnung. Der Mann hatte Verbrennungen erlitten, er wurde schwer verletzt, seine Frau nur leicht. Die zwei Jahre und sechs Monate alten Kinder blieben unverletzt. Die vier wurden in Rettungswagen behandelt und ins Krankenhaus gefahren.

Gebrannt hatte es indes nicht, die Feuerwehr unter Leitung von Daniel Schwamborn hatte nicht löschen müssen. Die Wehrleute kontrollierten aber das Gebäude und überzeugten sich von einer mögliche Gasbelastung, jedoch ohne Ergebnis. Ursache der Verpuffung ist der Polizei zufolge möglicherweise eine unsachgemäße Verwendung von heißem Fett. Der Druck im Topf könnte die Explosion ausgelöst haben. Absicht liege aber nicht vor.

Die Feuerwehr überprüfte auch die Statik der Wohnung, die Schäden sind Peter Kern zufolge aber noch im Rahmen. Dennoch ist die Wohnung durch die fehlende Scheibe vorerst unbewohnbar. Nach 70 Minuten war der Einsatz der Feuerwehr beendet.