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Weitere Kadaver werden entferntWasservögel am Rotter See in Troisdorf verendeten an Botulismus

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Kanadagänse am Ufer des Rotter Sees, wo vor einem Monat mehrere verendete Wasservögel gefunden wurden.

Kanadagänse am Ufer des Rotter Sees, wo vor einem Monat mehrere verendete Wasservögel gefunden wurden.

Die Tierkadaver, die im Juli gefunden wurden, sind untersucht worden. In ihnen wurde das Neurotoxin C entdeckt, das eine Vergiftung auslöst.

Einen Monat, nachdem im Rotter See in Troisdorf tote Wasservögel geborgen wurden, ist nun klar, woran die Tiere verendet sind. Für Menschen besteht keine Gefahr.

Als Todesursache wurde Botulismus festgestellt, eine seltene, aber lebensgefährliche Vergiftung. Im Friedrich-Löffler-Institut wurden die Proben positiv auf Clostridium botuinum Neurotoxin  C getestet, wie die Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises mitteilt. 

Botulismus als Ursache für die toten Tiere festgestellt

„Bei dem Neurotoxin C handelt es sich um ein für Tiere spezifisches Bakterium-Toxin, das vor allem Wasservögel, Geflügel und auch Rinder betreffen kann“, so die Verwaltung weiter. Für Menschen bestehe allerdings keine Gefahr, betont der Kreis. 

Das stäbchenförmige Bakterium komme weltweit vor. Das Bakterium kann bei idealen Umweltbedingungen Toxine bilden, die von Tieren meist über kontaminiertes Wasser und Futter aufgenommen werden. Sie verursachen Lähmungserscheinungen, Tiere haben Probleme, den Kopf zu heben, und können weder Futter noch Wasser aufnehmen. In einem späteren Krankheitsstadium seien sie nicht mehr lauf- oder flugfähig, bis sie schließlich sterben.

Tierkadaver am Rotter See werden regelmäßig entfernt

Die toten Wasservögel waren am 17. und 18. Juli im Rotter See entdeckt worden. Der Badestrand war anschließend vorsorglich gesperrt worden. Auf der Suche nach weiteren verendeten oder geschwächten Tieren waren eine geschwächte Ente und eine kranke Amsel sowie ein Nutria gefunden worden, die in Auffangstationen untergebracht wurden. Schon damals hatte Jordan Wieland, 1. Vorsitzender des Kölner Vereins „Team für Tiere“, Botulismus als Ursache vermutet.

Zur Risikominimierung würden weitere mögliche Kadaver vom Rotter See regelmäßig entfernt, da sie ein ideales Milieu für die Verbreitung von Botulismus darstellten, betont die Kreisverwaltung. Das Kreisveterinäramt weist zudem darauf hin, folgende Hygieneregeln einzuhalten: „Verstorbene oder erkrankte Tiere dürfen auf keinen Fall berührt und selbstständig entnommen werden.“ Hunde sollten unbedingt von Kadavern ferngehalten werden, Halterinnen und Halter sollten darauf achten, dass ihre Tiere nicht aus dem See trinken.