Verwüstete TreppeTroisdorfer Verkehrsausschuss fordert Alternative

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Verwüstet zeigt sich die Treppe auf Troisdorfer Seite.

Verwüstet zeigt sich die Treppe auf Troisdorfer Seite.

Troisdorf/Sankt Augustin – Klar positioniert haben sich SPD und Grüne im Rat der Stadt Troisdorf. Sie möchten ein komfortable barrierefreie Lösung für die Anbindung der geplanten Rad-Gehweg-Brücke über die Sieg zwischen Menden und Friedrich-Wilhelms-Hütte an das Rad-Gehwegenetz auf Troisdorfer Stadtgebiet. Thomas Möws und Frédéric Fraund weisen darauf hin, die Grünen wollten sich „entschieden dafür einsetzen“, dass „eine sinnvolle Lösung gefunden wird“. Eine Anbindung an das Troisdorfer Radwegenetz müsse sinnvoll und zukunftsweisend gestaltet werden.

Dies habe auch der Troisdorfer Umwelt- und Verkehrsausschuss klargestellt. Deshalb sei die Verwaltung beauftragt worden, „nach Lösungen zu suchen, die mobilitätsbeschränkte Menschen nicht behindern“. Die Anbindung an die schon bestehende Treppe sei nicht gewünscht. „Ich habe mir die Sache vor Ort angeschaut und glaube, dass wir bautechnisch eine barrierefreie flache Rampe schaffen können“, sagte Möws. Dazu soll es nächste Woche einen Ortstermin geben.

Flache Rampe gewünscht

Auch die SPD hat sich zu Wort gemeldet. Der Vorsitzende des Umwelt- und Verkehrsausschusses, Frank Goossens, und der Ortsvorsteher von Friedrich-Wilhelms-Hütte, Heinz Fischer, bezeichneten es als „unverzeihlichen Schildbürgerstreich, wenn eine vier Millionen Euro teure neue Siegbrücke gebaut würde, die man auf Troisdorfer Seite nur über eine Treppenanlage erreichen oder verlassen könnte“. Gossens: „Diese Chance für umweltfreundliche Mobilität muss jetzt ergriffen werden.

Kostenverteilung

In den Archiven der beiden Städte wird zurzeit mit Hochdruck im Gebietsänderungsvertrag von 1969 nach einem Passus der Kostenverteilung zum Bau und Unterhalt der neuen Brücke gesucht. „Ich bin mir ganz sicher, dass die Stadt Sankt Augustin diese Pflicht hat“, so der ehemalige Troisdorfer Bürgermeister und spätere Bundestagsabgeordnete Uwe Göllner auf Nachfrage der Redaktion. „Ich habe das damals so gelesen.“

Die Stadt Troisdorf hat sich dennoch bereit erklärt 17,5 Prozent der Kosten für das Projekt zu tragen, weil der größte Teil des Bauwerkes über die Siegauen in Sankt Augustin verläuft. Die neue Brücke soll 3,30 Meter breit werden, damit Radfahrer und Fußgänger sie besser nutzen können. (vr)

Kleinkariertes Denken würde die einstmals vorbildliche fahrradfreundliche Stadt Troisdorf blamieren und noch weiter auf hintere Ränge katapultieren.“ Die Verwaltung solle beauftragt werden, mit der Stadt Sankt Augustin zu prüfen, ob die neue Brücke als Teil eines Radschnellweg-Konzeptes mit zusätzlicher Landesförderung entsprechend breit gebaut werden könne.

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