Rhein-Sieg-Kreis – Täglich auch in den Unterrichtspausen zu schmökern und einander zu berichten, was sie gelesen haben. Das hat den Schülern gut gefallen, und die „Zeitungswochen“ waren zudem „interessant, informativ und eine schöne Abwechslung zum normalen Deutschunterricht“, wie sie sagten. Andere fanden, es sei „ein rundum gelungenes Projekt von Zeitung und Post“ gewesen und wollen gerne mit einem neuen Jahrgang wieder teilnehmen. Nach wenigen Tagen hatte es beim „Zeitungsflirt“ gefunkt zwischen den Schülerinnen und Schülern und der Rundschau. „Die Jungen und Mädchen hatten anfangs Mühe, sich in der Zeitung zu orientieren; das hat sich aber schnell gelegt“, zog Lehrer Bernd Singenstreu von der Europaschule in Troisdorf nach dem vierwöchigen Rundschau-Zeitungsflirt, den die Deutsche Post DHL unterstützte, eine erfreuliche Bilanz. „Schon nach kurzer Zeit wurden das Lesen in der Rundschau zur Routine und bestimmte Ressorts ganz gezielt herausgesucht“, ergänzte Kollege Volker Brinkmann.
Und es waren längst nicht nur der Sport und die beigelegten Prospekte, in denen fleißig geblättert wurde, sondern auch die Todesanzeigen und die politische Karikatur, die zum Nachdenken und Diskutieren anregten. Die Zeitung wurde als Informationsquelle in vielerlei Hinsicht entdeckt.
Spannend und informativ wurden auch die Besuche von Redakteuren im Unterricht bewertet, die über ihren Berufsalltag berichteten, der sich alles andere als alltäglich anhörte. „Schade, dass es vorbei ist!“ – dieses Zitat lässt sich aus vielen Zuschriften der 26 beteiligten Klassen aus 13 weiterführenden Schulen herauslesen, in denen Ralf Foltz vom Institut Promedia, das die Unterrichtsmaterialien für die Lehrer erarbeitet, beim Abschlussgespräch in der Niederlassung Brief Bonn der Deutschen Post DHL in Troisdorf blätterte.
Redakteure der Bonner Rundschau begleiteten Schüler der Bornheimer Heinrich-Welsch-Schule, einer Förder-Einrichtung des Landschaftsverbandes, zu einem Hospitationstag in einer Postfiliale und beantworteten der Klasse 8 a der Realschule Oberpleis, die sich auf die Stunde gewissenhaft vorbereitet hatte, Fragen rund um den journalistischen Alltag.
Für den Kooperationspartner der Rundschau beim Zeitungsflirt gab es ebenfalls viele Komplimente von Lehrern und Eltern. Deutsche Post DHL gewährte den Schülern vielfältige Einblicke ins Briefzentrum und den Alltag von Postboten, die begleitet werden konnten.
Bei Exkursionen in das Innovation Center in Spich konnten die Jungen und Mädchen zudem einen Blick in die Zukunft der Logistik werfen. „Das Interesse der Schüler hat uns sehr gefreut. Wir hoffen, dem einen oder anderen eine berufliche Perspektive aufgezeigt zu haben“, sagte Johannes Beßler. Cordula von Wysocki aus der Rundschau-Chefredaktion dankte dem Abteilungsleiter Personal/Service der Deutschen Post AG ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit: „Die Schüler haben viel mitgenommen aus dem Projekt“.
Noch aber ist der „Zeitungsflirt“ nicht zu Ende. Denn der Ball liegt jetzt bei den Jugendlichen, aus ihren Erlebnissen Artikel zu verfassen, die demnächst in der Rundschau veröffentlicht werden sollen.
