Rhein-Sieg-Kreis – Bei der Flut sind so viele Öl- und Gasheizungen zerstört worden, dass viele Betroffene notgedrungen auf Heizen mit Strom umrüsten. Ob das nur vorübergehend viel Strom ziehende Notlösungen sind oder moderne Stromheizungen, kommt letztlich auf dasselbe raus: Die beschädigten Netze müssen in der kalten Jahreszeit enorme Mengen Strom transportieren.
Westnetz hat als Betreiber des Stromverteilnetzes nun angekündigt, die Transformatoren zu verstärken. In einzelnen Orten, so das Unternehmen, würden die bestehenden Anlagen jetzt gegen Transformatoren mit höherer Leistung ausgetauscht.
Flutgebiet in NRW: Reparaturen am Stromnetz laufen seit Wochen
Seit elf Wochen laufen in den gefluteten Gebieten die Reparaturarbeiten am Stromnetz bereits. Nachdem Westnetz die Stromversorgung der betroffenen Kommunen größtenteils provisorisch wiederhergestellt hat, geht es nun daran, die Kapazitäten für die kalte Jahreszeit zu erhöhen.
Nicht nur Heizungen werden Strom verbrauchen, sondern auch die zahlreichen Durchlauferhitzer, die in den betroffenen Haushalten installiert wurden, um wenigstens warmes Wasser zu haben, wenn es schon keine Heizung gibt.
Wiederaufbau im Flutgebiet: Einzelne Stromausfälle möglich
„Trotz der fortlaufenden Maßnahmen zur Stabilisierung und Optimierung des Stromnetzes kann es bis zur nachhaltigen Wiederherstellung des Netzes vereinzelt zu Stromausfällen kommen“, teilte Westnetz mit: „Das gilt insbesondere dort, wo beispielsweise durch Bautrockner und Durchlauferhitzer ein erhöhter Strombedarf besteht.“
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Westnetz wünscht sich von Betroffenen, die auf Strom umsteigen, einen Hinweis, um gezielter die gewohnte Leistung bereitstellen zu können. (mfr)



