Leverkusen – Tanja Hoppmann wirkt glücklich am Samstagnachmittag. Es hat geklappt. 65 Leute sind ihrem Aufruf gefolgt, sich an der großen Müllsammelaktion RhineClearUp zu beteiligen, die sich für diesen Tag eine Säuberung der Rheinufer von der Schweizer Grenze bei Basel bis zur Grenze zu den Niederlanden vorgenommen hat. Die gut sieben Kilometer Rheinfront in Leverkusen müssten doch zu schaffen sein, hatte sie sich vorgenommen und einen Aufruf ins Netz gestellt.

Ein bisschen abenteuerlich darf es schon sein. Hier wird gemeinschaftlich eine Flasche aus dem Rhein gefischt.
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Die große Hilfsbereitschaft der Menschen nach der Flutkatastrophe an der Ahr hatte sie inspiriert, selbst handeln zu wollen. „Ich habe dann die Treffpunkte in Hitdorf, Rheindorf und Wiesdorf benannt, Container bestellt und eigentlich nicht mehr viel Werbung gemacht. Aber es hat funktioniert.“
Gut ausgestattet ans Werk
Gut zwei Dutzend Helferinnen und Helfer haben sich in Hitdorf eingefunden. „Die kenne ich alle nicht“, sagt Hoppmann. Ganze Familien mit ihren Kindern sind gekommen , junge Leute von der Freiwilligen Feuerwehr und der Verein „Leben in Hitdorf“, dessen Vorsitzender Heinz Gladbach Handschuhe, Müllsäcke und Greifzangen mitgebracht hat. Ein großer Container steht gegenüber vom Heimatmuseum bereit und die Helferschar wappnet sich für die bevorstehenden Aufgaben.

Müllbeutel, Handschuhe und Greifzangen gab es für alle Teilnehmenden in Hitdorf von Heinz Gladbach und Tanja Hoppmann.
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Die dreijährige Neeltje ist ganz begeistert von ihren pinken Schutzhandschuhen, die sie am Vortag für die Aktion bekommen hat. „Die hat sie gar nicht mehr ausziehen und am liebsten damit schlafen wollen“, erzählt ihre Mutter, die einen Bollerwagen mitgebracht hat. Schließlich wollen die Abfälle, die nun eingesammelt und zum Container geschafft werden, ja transportiert werden.
Natürlich schwemmt der Rhein so manches an, das meiste, was an diesem Tag gesammelt wird, stammt jedoch von sorglosen Besuchern des Rheinufers von Hitdorf bis Wiesdorf, die ihren auch neben überfüllte Abfallkörbe werfen oder fallen lassen, wo sie gerade stehen oder gehen.
Ein besonderes Augenmerk hat Tanja Hoppmann diesmal auf die vielen Zigarettenkippen längs der Wege gelenkt, die bekanntlich in der Natur Giftstoffe abgeben und das Grundwasser schädigen.

Tanja Hoppmann hat den Rhine-Clean-Up hier organisiert.
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Sie hat kleine Dosen von der Aktion tobacycle.de besorgt, die die Helfer der Müllsammelaktion während ihres Einsatzes an Raucher erteilen und auf diese Umweltproblematik aufmerksam machen sollen.
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In vier Gruppen sind die Rheinreiniger am Samstag ausgeschwärmt, haben neben vielen Zigarettenkippen, Scherben und leeren Flaschen auch mehrere Einkaufswagen, Grillrostreste und eine Luftmatratze eingesammelt sowie ein Schild aus dem Rhein, das Radfahrern einen Umweg weisen sollte. Tanja Hoppmann ist von der Aktion begeistert und überlegt schon: „Das sollte man drei-, viermal im Jahr machen.“



