Die zahlreichen geschlossenen Geschäfte sorgten am Donnerstag, dem traditionellen Markttag in Opladen, für spürbar weniger Betrieb in der Innenstadt. Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten im Geschäftszentrum, ob die amtlich verfügten Schließungen auch eingehalten wurden. Während es auf dem Wochenmarkt eher mäßige Umsätze gab, berichteten die Besucher von Drogeriemärkten von tumultartigem Gerangel um Toilettenpapier und Seifenartikel. Das Verkaufspersonal berichtete von persönlichen Beschimpfungen und sogar Rangeleien.
Dass zahlreiche Händler, aber auch sonst Unternehmen, Gewerbetreibende und Selbstständige von der gegenwärtigen Lähmung des öffentlichen Lebens existenziell bedroht sind, ist kein Geheimnis. Wo für sie Hilfe zu finden ist, will die Wirtschaftsförderung Leverkusen vermitteln, die auf ihrer Internetseite Informationen und Links zu den Hilfsangeboten von Land und Bund eingestellt hat. Die Hinweise werden fortlaufend aktualisiert. Derweil ist die Zahl der Infizierten wieder gestiegen – wenn auch nur leicht: 33 Erkrankte zählt das NRW-Ministerium für Soziales für Leverkusen am Donnerstag. Oberbürgermeister Uwe Richrath hat auf Facebook zu mehr Solidarität aufgerufen. „Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen. Diejenigen, die sich täglich über ihre Belastungsgrenzen hinaus um uns alle kümmern, verdienen und fordern unseren Respekt. Diesen Respekt können und müssen wir alle zeigen, in dem wir zu Hause bleiben“, schreibt er. „Wir bleiben für Euch da! Bleibt ihr für uns daheim“, schreibt er unter dem Hashtag #FlattenTheCurve. Auf Facebook bieten viele Menschen aktuell Einkaufshilfen an oder danken den Mitarbeitern der Kliniken.

Auf Distanz zu ihren Kunden achteten einige Verkäufer auf dem Opladener Wochenmarkt.
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Schlangen mit Sicherheitsabstand gab es vor Apotheken.
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