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Schneespaß in Eifel und OberbergLifte bleiben jedoch coronabedingt außer Betrieb

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Skilift am Weißen Stein in der Eifel (Archivbild)

Hellenthal/Reichshof – Bis zu 20 Zentimeter Schnee sollen zum Wochenende am Weißen Stein in Hellenthal fallen - einen Besucheransturm wie im vergangenen Jahr erwartet die Gemeinde im Kreis Euskirchen aber am letzten Ferienwochenende nicht. Ähnlich sieht es im Oberbergischen aus. Die Gemeinde Reichshof hatte sich schon Ende November entschieden, die Wintersportsaison in Blockhaus-Belmicke coronabedingt abzusagen. Schweren Herzens, das zweite Jahr in Folge.

Anfang des vergangenen Jahres war es in Hellenthal zu chaotischen Zuständen gekommen, als tausende von Tagesbesuchern zum Rodeln und Skifahren nach Hellenthal kamen und die Gemeinde  veranlassten, alle Wintersportgebiete  rund um Udenbreth und Hollerath zu sperren. Dort gibt man sich aber diesmal entspannt. „Meiner Meinung nach ist die Situation nicht mit dem letzten Jahr vergleichbar. Zum einen war das mitten in den Ferien gewesen. Zum anderen waren andere Skigebiete wie im Sauerland geschlossen“, sagt Michael Huppertz, Fachbereichsleiter für Ordnung und Soziales der Gemeinde Hellenthal.

Normaler Betrieb könne aber stattfinden

Deshalb seien aktuell keine besonderen Maßnahmen geplant, falls es doch mehr Besucher in das Wintersportgebiet ziehe. „20 Zentimeter ist nicht die Schneemenge, die mich total nervös macht“, so der Fachbereichsleiter.

Der normale Betrieb könne aber stattfinden: Die Seilbahn bleibe allerdings geschlossen, sagt Liftbetreiber Otto Sajonskowski: „Der Betrieb ist für die gesamte aktuelle Saison eingestellt. Rodeln auf eigene Faust ist natürlich möglich, ebenso wie Schneewanderungen. Im Bereich  Udenbreth und Hollerath gibt es zwei ausgewiesene etwa drei Kilometer lange Schneewanderwege.

Sieben Zentimeter Schnee bei Reichshof-Eckenhagen

Auch im Wintersportgebiet Blockhaus bei Reichshof-Eckenhagen, wo es am Morgen rund sieben Zentimeter Schnee gab, bleibt der kleine Schlepplift außer Betrieb, noch werden die Langlaufloipen gespurt.

Auch in dieser Saison wollen Gemeinde und Touristinfo nicht dazu beitragen, dass sich das Coronavirus auf gut gefüllten Hängen und Pisten weiter ausbreitet. Wer aber einen hoffentlich einsamen Spaziergang in verschneiter Landschaft machen will, kann im angepuderten Oberberg auf einen der vielen Wanderwege gehen. Und: Im bei Schlittenfahrern beliebten Gebiet Blockhaus will am Sonntag die Panoramahütte von 10 bis 20 Uhr geimpfte und genesene Gäste empfangen.

Gesamtes Wochenende „so gut wie ausgebucht“

In den Skigebieten rund um Winterberg im Sauerland werden dafür umso mehr Besucher erwartet.  Allerdings müssen die Gäste einiges beim Ski oder Snowboardfahren beachten: Meist gilt die 2G-Regel, nur Geimpfte und Genesene dürfen die Liftanlagen nutzen. Interessierte sollten sich zuvor im Internet informieren. Kontrolliert werden die Corona-Regeln stichprobenartig durch die Ordnungsämter, generell bei der Ticketbuchung oder beim Einlösen der Ticktet-Vouchers vor Ort.

Das größte NRW-Skigebiet, das Skiliftkarussell Winterberg, verfügt inklusive einiger Anlagen in der näheren Umgebung über insgesamt 32 Lifte. 25 davon waren am Freitag in Betrieb. Nach dem Ausverkauf am Freitag gab es auch für Samstag keine Karten mehr. Das gesamte Wochenende sei „so gut wie ausgebucht“, sagte die Pressesprecherin der Wintersport-Arena, Susanne Schulten.

Ihr dringender Appell an alle Wintersportfans: „Bitte besorgen Sie sich vorher ein Online-Ticket.“ Ohne Skipass anzureisen, mache keinen Sinn, so Schulten weiter. Trotz sinkender Temperaturen und guter Schneefälle bereits am Freitag hat die Kurverwaltung der Gemeinde Reichshof (Oberbergischer Kreis) dem Wintervergnügen in dieser Saison frühzeitig eine offizielle Absage erteilt. Mit dem Gebiet Blockhaus bei Eckenhagen hat Reichshof das beliebteste Ausflugsziel für Wintersportfreunde nicht nur aus dem Oberbergischen.