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Studie über versteckte GewerbeflächenLeverkusen sucht die Lücke

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Benzstraße 1 in der Fixheide: Auch hier gibt es noch Büro-Reserven. 

Leverkusen – Es war einer der Kritikpunkte an der Operation: Warum soll die Stadt sich zum Gewerbesteuer-Paradies machen, wenn sie doch fast keinen Platz mehr für neue Unternehmen hat? Die Brachen unter dem Bayer-Kreuz zählen nicht so richtig: Zu speziell ist, was im Chempark machbar ist. Davon abgesehen, gibt es nur in Manfort noch echte Reserven – jedenfalls, wenn es um Gewerbeflächen geht. Die sind offensichtlich. Aber lässt sich aus dem Bestand nicht ein bisschen mehr herauskitzeln? Bei der WfL hat man bisher nur ein Bauchgefühl, dass noch was geht in der Stadt. Vor allem für Firmen, die keine Produktionshallen brauchen, sondern Büros.

Aus der Ahnung soll nächsten Sommer Gewissheit geworden sein. Dazu werden Dortmunder Studenten in der Stadt ausschwärmen, sie sind bewaffnet mit Erhebungsbögen. Ihr Auftrag: schauen, wo es überall Büros gibt, wie diese aussehen und ausgestattet sind. Wie viele Parkplätze gibt es zum Beispiel? Wie ist die sonstige Verkehrsanbindung? Oder – und das ist eigentlich das Wichtigste: Lässt sich mehr machen aus dem Standort? Andrea Deppe weiß: „Wir verschwenden auch Flächen.“ Und das sollte sich eine enge Stadt wie Leverkusen nicht leisten, so die Baudezernentin. Deshalb erging der Auftrag an das Institut für Raumforschung & Immobilienwirtschaft, eine Bestandsaufnahme zu machen.

Mit dem Erhebnungsbogen durch die Stadt

Wer sich nun fragt, warum man in der Stadtverwaltung oder bei der Wirtschaftsförderung nicht im Detail weiß, wo sich welche Firmen tummeln, bekommt von Stefan Karl eine Erklärung. Der Leiter der Stadtplanung im Rathaus verweist am Montag darauf, dass man ein Büro oder ein Atelier einfach in einem Wohngebiet einrichten kann. Daher „muss man durch die ganze Stadt laufen“, wenn man einen lückenlosen Überblick über die Lage haben will. Ein solcher sei „unheimlich hilfreich für unsere Arbeit“, so Rainer Bertelsmeier. Der Prokurist bei der WfL ist nicht nur für den Handel in der Stadt zuständig, sondern auch für das Gewerbe.

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Die Büromarkt-Offensive, mit der sich Leverkusen als günstige Alternative zu Köln und Düsseldorf in Stellung bringt, bekommt natürlich mehr Substanz, wenn die Wirtschaftsförderer im Detail wissen, wer wo etwas macht – und ob noch Platz ist für Zuzug. Dabei gehe es auch darum, Branchen passend zusammenzubringen, hieß es im Vorfeld der Präsentation am Montag.Die Ergebnisse der Studie, für die 37.000 Euro lockergemacht wurden, werden auch auf der digitalen Stadtkarte zu sehen sein. So bekommt jeder den Überblick.