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VerbraucherzentraleWarnung vor betrügerischen Telefonvertretern in Leverkusen

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Beamte erhielten einen Anruf.

Leverkusen – Gerade für Flüchtlinge ist es ein Bedürfnis, den Kontakt zu Familie und Freunden in der alten Heimat zu halten. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt deshalb vor unseriösen Vertretern, die dies ausnutzen und Geflüchteten unvorteilhafte Telefonverträge vermitteln. Im Auftrag von Telekommunikationsunternehmen sprächen Vertriebler die Flüchtlinge oftmals in deren Sprache an und wollten Telefon- und Internetverträge, teils mit Köderangeboten wie einem kostenfreien Smartphone als Dreingabe, vermitteln. Für einen erfolgreichen Abschluss bekämen die Vertriebler eine Provision, es zeige sich jedoch häufig, dass unnötige Mehrfachverträge geschlossen werden, was Flüchtlingen dann mit den ersten fälligen Monatsabrechnungen klarwerde. Opfer betrügerischer Machenschaften oder eines Haustürgeschäfts können sich mit einem Dolmetscher an die Verbraucherzentrale in Leverkusen wenden und unter ☎0214/31491201 beraten lassen.

Betreuer sind gefragt

Die Verbraucherzentrale verweist zudem auf die Rechtslage, nach der ein im Telefonladen unterschriebener Vertrag ohne Weiteres rückgängig gemacht werden könne. Bei arglistiger Täuschung sei ein Vertrag hinfällig. Falls ein Vertrag in der Unterkunft der Flüchtlinge geschlossen wurde, seien die Betreuer gefragt: Sie könnten den Betroffenen helfen, einen ungewünschten Vertrag innerhalb von 14 Tagen schriftlich zu widerrufen – am besten per Einschreiben.

In dem Fall, dass Kunden über ihr Widerrufsrecht nicht informiert wurden, verlängere sich diese Frist auf zwölf Monate und 14 Tage. Betreuer, Helfer und Übersetzer in Flüchtlingseinrichtungen sollten darauf achten, ob ihre Schützlinge von unseriösen Vertrieblern angesprochen werden. Auch das Angebot, Schriftstücke von deutschen Muttersprachlern gegenlesen zu lassen, ehe sie eine Unterschrift leisten, könne ein böses Erwachen verhindern. (dre)