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Verkehrsverbünde vergeben Aufträge50 neue Züge für den Rhein-Ruhr-Express

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Die verspätungsanfällige Linie RE 7 zwischen Krefeld und Rheine wird ab 2031 von der Westfalenbahn bedient. Bisher ist National Express dort unterwegs.

Die verspätungsanfällige Linie RE 7 zwischen Krefeld und Rheine wird ab 2031 von der Westfalenbahn bedient. Bisher ist National Express dort unterwegs.

Wichtige Regionalbahn-Linien in Nordrhein-Westfalen sollen künftig mehr Reisenden und Pendlern Sitzplätze bieten.

Der Ausbau für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) zwischen Köln und Dortmund ist noch in vollem Gange, wird nicht vor Mitte der 2030er Jahre fertig sein und bis zu 2,5 Milliarden Euro kosten. Dennoch haben die beteiligten Verkehrsverbünde am Mittwoch 50 neue Züge bestellt, die ab 2031 auf fünf Linien zum Einsatz kommen sollen.

Seit Mittwoch steht auch fest, welche Eisenbahn-Unternehmen den Zuschlag für den Betrieb im Teilnetz B bekommen, das fünf Linien mit jährlich mehr als zehn Millionen Zugkilometern umfasst. Die Verkehrsverbünde Rhein-Ruhr (VRR), go.Rheinland, Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die Landesgesellschaft Niedersachen (LNVG) haben ihn in zwei Losen vergeben. Die beiden Verträge beginnen gestaffelt zwischen 2031 und 2032 und haben eine Laufzeit bis 2046.

Zughersteller übernehmen in Zukunft auch Wartung, Reparaturen und Ersatzteilbeschaffung

Drei Linien gehen an DB Regio NRW. Das sind der RE 2 zwischen Düsseldorf, Essen, Münster und Osnabrück, der RE 3 zwischen Düsseldorf, Gelsenkirchen und Hamm und der RE 45 zwischen Essen und Münster.

Für den Betrieb wird die DB Regio 34 vierteilige Züge von Hitachi mit jeweils 370 Sitzplätzen beschaffen. Die Linie 3 soll während der Vertragslaufzeit über Düsseldorf hinaus bis zum Flughafen Köln/Bonn verlängert werden, sobald der Ausbau der Trasse abgeschlossen ist. Auf den Linien RE 2 und RE 3 werden Doppelzüge fahren.

Wann das der Fall sein wird, ist völlig offen. Problematisch ist vor allem der Abschnitt zwischen Kalkum und Düsseldorf-Angermund. Dort muss die Trasse von der Westseite um zwei Gleise erweitert werden. Zwischen Köln und Benrath werden der RRX und der Fernverkehr auf einer gemeinsamen Strecke geführt. Zwischen Düsseldorf-Benrath und Duisburg Hauptbahnhof benötigen sie jedoch separate, eigene Gleise, damit der Fernverkehr den RRX überholen kann.

Die Westfalenbahn wird die Linien RE 7 Krefeld, Köln, Wuppertal, Hagen, Hamm, Münster, Rheine und RE 42 Mönchengladbach, Krefeld, Essen, Münster übernehmen. Auch dort werden neue Züge des österreichischen Herstellers Stadler zum Einsatz kommen. Der RE 7 wird bisher von National Express betrieben, der RE 42 von DB Regio.

Züge sollen 30 Jahre halten

Alle neuen Züge werden von den Verkehrsverbünden beschafft und sollen 30 Jahre halten. Zur Finanzierung werden Darlehensverträge zu Kommunalkredit-Konditionen abgeschlossen. Wartung, Reparaturen und Ersatzteilversorgung müssen die Fahrzeughersteller übernehmen.

Insgesamt sind rund 800 Millionen Euro für neue Züge auf den RRX-Linien vorgesehen. Der Vorlaufbetrieb im Stundentakt läuft schon seit Jahren. Das Ziel, auf der Kernstrecke alle 15 Minuten zu fahren, ist aber erst nach Abschluss der Bauarbeiten zu erreichen.