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Warnstreik LeverkusenAblauf im Klinikum nicht gestört – Keine Ausfälle bei Müllabfuhr

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Etwa 120 Mitarbeiter von Avea und der Energieversorgung legten für einige Zeit die Arbeit nieder.

  1. Beschäftigte im Öffentlichen Dienst haben am Donnerstag in Leverkusen die Arbeit niedergelegt.
  2. Es sollte ein erstes Zeichen gesetzt werden, weshalb es auch zu keinen Störungen in den Dienstleistungen gekommen sei.

Leverkusen – Wolfgang Stückle sprach davon, dass man im Hinblick auf die zweiten Tarifverhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst am 11. April zunächst mal ein Zeichen setzen wolle. Daher werde auch der Ablauf im Klinikum in keiner Weise gestört. Die Versorgung der Patienten sei absolut gewährleistet. Einen Notfallplan habe man nicht erstellen müssen, betonte der Betriebsratsvorsitzende. Etwa 100 gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte des Schlebuscher Krankenhauses waren am Donnerstagmittag dem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zum Warnstreik gefolgt.

„Es geht um die Wurst“, rief Stückle ins Mikrofon. Passend zu diesem Motto wurden die Mitarbeiter mit einem Eintopf samt Wursteinlage verköstigt. „Dass die Arbeitgeber bisher nicht einmal ein Angebot gemacht haben, obwohl das Forderungspaket schon seit Wochen auf deren Tisch liegt, ist der Sache nicht dienlich“, äußerte Stückle Kritik an dieser Vorgehensweise.

Am Warnstreik beteiligten sich auch einige wenige Beschäftigte der Stadtverwaltung, die sich schon zu früher Stunde vor der Rathausgalerie versammelt und die Arbeit für kurze Zeit niedergelegt hatten. Deutlich größer war die Zahl der Streikenden bei der Avea und der Energieversorgung Leverkusen. „Etwa 120 Mitarbeiter beider Unternehmen haben von acht bis zehn Uhr gemeinsam eine verlängerte Frühstückspause eingelegt“, sagte Avea-Betriebsratsvorsitzender Detlef Jakubaschk. Dadurch sei es bei der Müllabfuhr zwar zu Verzögerungen gekommen, nicht aber zu Ausfällen.

Zweite Runde am Montag

„Unser Anliegen ist es, den Arbeitgebern mit diesen ersten befristeten Warnstreiks deutlich zu machen, wie wichtig für die Beschäftigten eine deutliche spürbare Entgelterhöhung ist“, merkte Sabine Hilgenberg, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Rhein-Wupper an. Die zweite Tarifverhandlungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen soll am Montag, 11. April, in Potsdam beginnen. Zentrale Forderungen der Gewerkschaft sind sechs Prozent mehr Gehalt, 100 Euro mehr Vergütung für Auszubildende und Praktikanten sowie eine unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach einem erfolgreichen Abschluss und eine Abwendung der von den kommunalen Arbeitgebern angestrebten Kürzung der Betriebsrenten. Die Beschäftigten müssten eine Chance bekommen, an der konjunkturellen Entwicklung teilzuhaben, heißt es seitens der Gewerkschaft. Die gegenwärtig hohen Steuereinnahmen machten dies auch möglich.