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Zum VatertagEin Hoch auf Leverkusens Väter

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Liebevolle Väter sind gefragt. Prinz Harry weiß das.

Leverkusen – Liebe Leverkusener Väter, am heutigen Vatertag dürft ihr Euch einmal besonders feiern lassen. Ihr zählt zu den engagiertesten Papas in ganz Deutschland!

Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Internetseite Betreut.de gekommen. Die hat die Daten zum Elterngeldbezug in den 70 größten deutschen kreisfreien Städte verglichen und dazu unternehmenseigene Daten eingerechnet, wie viele Männer sich höchstpersönlich auf die Suche nach einem Babysitter machen. Das Ergebnis: Leverkusens Väter belegen Platz fünf! Weiter vorne liegen nur Stuttgart, Jena, Heidelberg und Bonn.

23,2 Prozent der Leverkusener Väter haben sich nach der Geburt ihres Kindes eine Auszeit vom Job genommen und Elterngeld beantragt. Das alleine hätte Leverkusen keinen vorderen Rang verschafft, in Jena bezieht sogar jeder dritte Vater Elterngeld.

Über dem Durchschnitt

Aber: Die Leverkusener Väter bleiben besonders lange zu Hause. 5,7 Monate beträgt die Bezugsdauer im Schnitt. Fast zwei Monate über dem bundesweiten Schnitt von 3,8 Monaten. Der Sieger in dieser Kategorie heißt allerdings Wuppertal mit 7,9 Monaten. In der dritten Kategorie verliert Wuppertal dagegen und rutscht auf Platz neun ab: Nur 1,4 Prozent aller Suchanfragen für Babysitter aus Wuppertal kommen von Männern. In Leverkusen sind es vier Prozent.

Ob das der relevanteste Gradmesser für Väterbeteiligung in Deutschland ist, sei dahin gestellt. Vermutlich hatte die Seite gerade keine Daten über die Windelwechsel-Quote, die durchschnittliche Durchschlafdauer oder die allgemeine Vorlesezeit zur Hand.

Dafür allerdings Ergebnisse aus einer Befragung der Global Family Survey: Demnach wünschen sie 82 Prozent der Männer und 88 Prozent der Mütter unter 50 Jahren ein partnerschaftliches Modell, bei der Kindererziehung, Hausarbeit und Erwerbstätigkeit unter beiden Elternteil gleichmäßig verteilt werden. „Angesichts dessen wirken selbst die Zahlen der Gewinnerstädte trotz des vergleichsweise guten Abschneidens sehr ernüchternd“ bilanziert Betreut.de.

Wenn das Geld zählt

Denn selbst wenn Väter Elternzeit nehmen, kehren sie danach doch meistens zur Vollzeitarbeit zurück, während die Mütter höchstens Teilzeit arbeiten und einen Großteil der Kinder- und Haushaltsaufgaben übernehmen. „Hintergrund ist in den meisten Fällen die Angst vor beruflichen Nachteilen oder zu großen finanziellen Einbußen“, erklärt Volker Baisch von der Väter gGmbH und nennt außerdem unflexible Arbeitgeber und fehlende Rollenvorbilder als Hindernisse.

Flexible Arbeitgeber und vorbildliche Väter – von denen scheint es in Leverkusen besonders viele zu geben. Da wollen wir auch gar nicht hämisch rheinab- oder aufwärts gucken (Köln: Platz 14, Düsseldorf Platz 22). Sondern einfach einen schönen Vatertag wünschen. Prost!