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Zwei Pfarrer mit einer Botschaft

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Die Pfarrer Ralf Hirsch (links) und Bernd-Ekkehart Scholten hielten einen ökumenischen Gottesdienst in der Petruskirche.

  1. Ökumenischer Gottesdienst in der Petruskirche unter dem Motto: "Liebe ist . . . über Abgründe fliegen können"

Bischof Valentin feierte am 14. Februar Jubiläum. Seit genau 1750 Jahren wird mit dem so genannten Heiligen der Zärtlichkeit das Brauchtum des Valentinstags in Verbindung gebracht. Der Priester soll trotz eines Verbots Liebespaare christlich getraut haben. "Nach der Trauung schenkte Valentin den frisch verheirateten Paaren Blumen aus dem eigenen Garten", erzählte Pfarrer Ralf Hirsch. Am Samstag fand in der Petruskirche in Bürrig ein ökumenischer Gottesdienst zum Valentinstag statt. Dieser war von der katholischen und evangelischen Gemeinde geplant worden. Die Messe stand unter dem Motto: "Liebe ist... über Abgründe fliegen können". Zwei Strichmännchen, die einen Herzluftballon in der Hand hielten und über das Meer flogen, wurden als Symbol ausgewählt. Die Zeichnung sollte darstellen, was mit dem Begriff Liebe in Verbindung gebracht wird. Drei Freiwillige trugen ihre Assoziationen vor. Das Eheversprechen, was besagt in guten wie auch in schlechten Zeiten füreinander da zu sein, spiegelte für eine Dame die vollkommende Liebe wider. Im Mittelpunkt des nächsten Vortrags stand die Freundschaft. Symbolisch dargestellt durch ein sanftes Band, welches gepflegt werden muss, damit es nicht reißt. "Eine menschliche Verbundenheit kann nur bestehen, wenn gemeinsam an ihr festgehalten wird", lautete die Kernaussage der zweiten Rede.

Pfarrer Hirsch beschäftigte sich mit dem Thema "Abgründe". Für den Katholiken ist die Liebe gleichzusetzen mit dem Tod. "Gute Gefühle können sich schnell zu schlechten entwickeln", erklärte Hirsch. Seine Definition einer erfolgreichen Beziehung spiegelte die Kraft und Idee wider, mit der alles begann, und der Kunst, diese aufrecht zu erhalten. Pfarrer Bernd-Ekkehart Scholten brachte die Bewegung mit der Liebe in Verbindung. "Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern die Gleichgültigkeit", meinte der evangelische Pfarrer. Um diesem Desinteresse entgegenzuwirken, schenkt er jedem von ihm getrauten Paar ein Vorratsgefäß - ohne Deckel. "Das einmalige Verschließen lässt eine Ehe nicht in Bewegung bleiben, daher das Glas ohne Verschluss", erklärte Scholten.