Die Beckenfolie des Waldbads Dünnwald ist beschädigt. Ein Sanierungskonzept liegt vor, muss aber von der Stadt beschlossen werden.
Sanierung notwendigMülheimer Politik bittet OB, das Dünnwalder Waldbad zu unterstützen

Die Beckenfolie im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken des Waldbad Dünnwalds ist undicht.
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Die Folie im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken des Waldbads Dünnwald ist beschädigt und deshalb geht ein Meter Wasser pro Woche verloren. Das Schwimmangebot des Freibads ist deshalb in Gefahr. Davor hatte das Freie Ortskartell Dünnwald (FOK), Träger des Waldbads, Ende vergangenen Jahres gewarnt, die Nachricht über soziale Medien, die eigene Webseite und die Presse verbreitet und die Stadt um Unterstützung gebeten. Auch eine Petition wurde von Bürgerinnen und Bürgern gestartet, die mittlerweile fast 15.000 Unterschriften hat.
Nun stellt sich die Mülheimer Politik hinter das Waldbad und die Anwohner und appelliert an Oberbürgermeister Thorsten Burmester und den Beigeordneten für Bildung, Jugend und Sport Robert Voigtsberger. In einem gemeinsamen öffentlichen Brief wenden sich die Fraktionen der SPD, CDU, Grünen, Linken sowie die Einzelmandatsträger Philip Laue (Volt) und Patrick van den Berg (KSG)an die Amtsträger und bitten um Unterstützung für die Sanierung des Waldbads.
Teure Sanierung bedroht Zukunft des Waldbads
Seit Längerem sei bekannt, dass das Dünnwalder Waldbad um seine Zukunft kämpfen muss, heißt es in dem Brief: „In den letzten Jahren gab es regelmäßig Probleme mit der Folie im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, die zu einem Wasserverlust führt und den Betrieb zunehmend erschwert“, schreiben die BV-Fraktionen, „Gleichzeitig war stets absehbar, dass die Kosten einer Generalsanierung des Beckens eine Dimension erreichen wird, die vom Betreiber des Waldbads nicht getragen werden kann und Hilfe von Land oder Bund erfordern wird“.
Nun gebe es mit dem Investitionsprogramm des Bundes „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eine realistische Chance, diese Beteiligung zu erreichen. Die Projektauswahl dafür muss die Stadt Köln treffen und dafür eine Beschlussvorlage verabschieden. Am 15. Januar wäre das möglich. Es sei eine Chance für die Stadt, zu einer reduzierten einmaligen Summe das Waldbad mit all seinen Vorteilen für den Stadtbezirk Mülheim zu retten, heißt es in dem Brief.
Einziges Freibad im Stadtbezirk Köln-Mülheim
„Das Dünnwalder Waldbad ist das einzige Freibad und eine Institution im Stadtbezirk Köln-Mülheim“, schreiben die Mülheimer Politiker und Politikerinnen. „Seit fast 100 Jahren wird es durch das Freie Ortskartell Dünnwald – Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler – getragen und betrieben. Es ist ein leicht zugänglicher Naherholungs-, aber auch Begegnungsort für Familien, Kinder und Jugendliche.“
Nicht zuletzt sei das Waldbad außerdem eine Möglichkeit, schwimmen zu lernen. Auch vor dem Hintergrund der anstehenden längeren Schließung des Agrippabads und der geringen Verfügbarkeit von Schulschwimmbecken in Köln sei ein Erhalt dringend nötig.
„Die Lage ist ernst“, betonen die Fraktionen in dem Brief. Sie schreiben, dass für den Erhalt des Waldbads rasch Klarheit und Planungssicherheit nötig seien und bitten darum, bis zum 15. Januar 2026 eine Verwaltungsvorlage zu ermöglichen, mit der die Stadt eine Bewerbung für das Bundesförderprogramm zur Generalsanierung starten kann.
