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1.FC KölnVertrag mit IMG vorzeitig beendet

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Der 1. FC Köln und sein langjähriger Vermarkter IMG Deutschland haben ihren Vertrag rückwirkend zum 31. Mai 2014 gelöst. (Bild: dpa)

Köln – Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat ab dem 1. Juli einen neuen Vermarktungspartner und wechselt von IMG zu Infront. Während der bis zum 30. Juni 2016 laufende Vertrag mit IMG, die seit 2001 für die Komplettvermarktung des Vereins zuständig sind, in beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig aufgelöst wurde, gilt der Kontrakt mit Infront für mindestens zwölf Jahre bis einschließlich der Saison 2025/26. Schon in Kürze werden zehn Mitarbeiter des weltweit agierenden Unternehmens am Geißbockheim einziehen.

"Wir haben die Entscheidung über unseren künftigen Vermarkter nach einer ausführlichen Marktanalyse getroffen", erklärte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. "Infront hat uns unter mehreren Angeboten das eindeutig beste Gesamtpaket vorgelegt und wir uns besser stellen, als bei einer Eigenvermarktung. Infront hat uns durch das große Netzwerk im nationalen und internationalen Fußball überzeugt."

Doch was heißt das? Infront garantiert den Geißböcken in der kommenden Saison bis zu 30 Millionen Euro Umsatz und für die zwölf Jahre insgesamt geschätzt bis zu 500 Millionen Euro, falls sich der Club dauerhaft in Liga eins hält. Es handelt sich wohlgemerkt um Umsatz, nicht um Gewinn. Also um den Gegenwert, der dem FC durch Trikotverkauf, Sponsoren, Werbebanden, Logen oder Dienstleistungen zufließen. Der FC tritt seine Rechte diesbezüglich ab und erhält dafür vom Vermarkter eine garantierte Summe, die die laufenden Kosten, zu der auch die Spielergehälter zählen, decken soll.

Infront gewährleistet gegen Zahlung einer von beiden Parteien nicht genannten Provision von Seiten des FC diese jährliche Einnahme, mit der die Kölner fest kalkulieren können. Infront betreut in der ersten Liga noch Schalke, Bremen, Freiburg und Paderborn. Zu den Kunden des Unternehmens, bei dem der frühere Profi-Fußballer Günter Netzer als Direktor und Repräsentant tätig ist, gehört auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten will der FC seinen Geschäftspartner aber nicht um Vorkasse bitten, um den einen oder anderen Transfer zu tätigen oder Etatlöcher zu stopfen. Die bisherigen Neuzugänge sind aus dem vorhandenen Etat finanziert, wie Wehrle bestätigte. Obwohl der FC seine Transferaktivitäten eigentlich abgeschlossen hat, könnte noch ein Leihgeschäft verkündet werden. Das bestätigte Sportdirektor Jörg Schmadtke. Im Blickpunkt steht der Tscheche Tomas Kalus, 21-jähriger Innenverteidiger des englischen Premier-League-Clubs FC Chelsea.