Vor dem Heimspiel gegen Primus Bayern München gehen dem 1. FC Köln die Innenverteidiger aus. Cenk Özacar soll sich erstmals seit Ende November wieder von Beginn an zeigen dürfen.
1. FC Köln empfängt den FC Bayern„Bewährungsprobe“ für Reservist Cenk Özkacar

Selten gefragt: Innenverteidiger Cenk Özkacar kommt bislang auf lediglich vier Startelf-Nominierungen.
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Eine Wunderheilung hätte dem 1. FC Köln gut zu Gesicht gestanden, doch dazu ist es nicht gekommen. „Die Situation ist unverändert und nicht großartig besser geworden“, berichtete Trainer Lukas Kwasniok vor dem Heimspiel gegen Primus Bayern München. Was im Umkehrschluss bedeutet: Mit Rav van den Berg (Rotsperre), Eric Martel (Gelbsperre), Dominique Heintz, Joel Schmied (beide Muskelverletzung) sowie den langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian stehen am Mittwoch ein halbes Dutzend Optionen für die Innenverteidigung nicht zur Verfügung. „Wir sind trotzdem guter Dinge, dass wir ein gutes Spiel abliefern werden“, zeigte sich Kwasniok optimistisch.
Weil Eric Martel beim jüngsten 2:2 in Heidenheim seine fünfte Gelbe Karte kassierte, muss das Kölner Abwehrzentrum einmal mehr umgebaut werden. Der Ausfall des ehemaligen U21-Nationalspielers bedeutet eine seltene Chance für Cenk Özkacar. „Er wird beginnen und seine Bewährungsprobe bekommen“, erklärte Kwasniok, der in der Hinrunde nur selten auf die Leihgabe des FC Valencia zurückgegriffen hat. Vor dem letzten Hinrunden-Spieltag steht Özkacar bei acht Bundesliga-Einsätzen, vier davon absolvierte er von Beginn an. Seine letzte Startelf-Nominierung stammt von Ende November, als der FC in Bremen ein glückliches 1:1 holte.
In Bezug auf das Ergebnis ist es das schwierigste Spiel der Saison, in Bezug auf Motivation und Überraschungseffekte ist es das leichteste.
„Cenk ist einer mit viel körperlicher Wucht und einem guten Kopfballspiel. Wenn er gebraucht wurde, war er da und hat auch von der Bank geliefert“, beschreibt Lukas Kwasniok die Qualitäten des 25-jährigen Türken. Dass dieser sich bislang nicht häufiger zeigen durfte, begründet sein Trainer wie folgt: „Wenn er beginnt, hat er Ganzkörperkrämpfe, so wie in Dortmund.“ Bei der 0:1-Niederlage gegen den BVB musste Özkacar nach 55 Minuten entkräftet vom Feld. Im Gegensatz zu anderen Mannschaftsteilen nimmt Kwasniok in der Innenverteidigung ungern Veränderungen vor, daher beginne Özkacar „nicht so häufig“. Er brauche vielmehr Spieler, „die auf jeden Fall 90 Minuten spielen können“.
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Das allein reicht als Begründung aber wohl nicht aus, weshalb am Samstag selbst der erst kurz zuvor verpflichtete Jahmai Simpson-Pusey (20) den Vorzug erhielt. Der Leihspieler von Manchester City und Cenk Özkacar sind die beiden letzten gelernten Innenverteidiger, die für das Duell mit dem übermächtigen FC Bayern zur Verfügung stehen. Dem neu formierten Kölner Abwehrzentrum steht ein komplizierter Abend bevor. „In Bezug auf das Ergebnis ist es das schwierigste Spiel der Saison, in Bezug auf Motivation und Überraschungseffekte ist es das leichteste“, meinte Kwasniok. „Wir müssen versuchen, mutig zu bleiben und das Stadion mitzunehmen. Wenn wir mit Mann und Maus verteidigen, geht das, glaube ich, nach hinten los.“
Andere Personalien ließ Kwasniok zunächst offen. Der Trainer wollte sich am Dienstag weder darauf festlegen, ob Said El Mala nach zwei Joker-Einsätzen in Folge in die Startelf zurückkehren wird. Noch, ob die zuletzt aussortierten Luca Waldschmidt und Florian Kainz wieder dabei sein werden. „Das werden wir sehen“, hielt Kwasniok sich bedeckt. „Meine Entscheidungen sind nie für die Ewigkeit bestimmt.“
Voraussichtliche Aufstellungen:
1. FC Köln: Schwäbe; Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar; Krauß, Johannesson, Thielmann, Castro-Montes; Kaminski, El Mala; Ache. – FC Bayern München: Neuer; Laimer, Upamecano, Tah, Ito; Pavlovic, Goretzka; Olise, Guerreiro, Díaz; Kane. – SR.: Ittrich (Hamburg).
