Trainersuche beim 1. FC KölnDie Lösung heißt wohl Gerhard Struber

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Gerhard Struber war zuletzt für RB Salzburg tätig.

Gerhard Struber war zuletzt für RB Salzburg tätig.

Die Trainersuche des Zweitligisten ist offenbar beendet. Es deutet darauf hin, dass der Österreicher Gerhard Struber die Nachfolge von Timo Schultz antritt.

Die Entscheidung in der Trainerfrage des 1. FC Köln ist offenbar gefallen. Schon am Sonntagabend verdichteten sich die Anzeichen, dass der Österreicher Gerhard Struber (47) die Nachfolge von Timo Schultz beim zukünftigen Fußball-Zweitligisten antritt. Bis April war Struber für den entthronten Serienmeister RB Salzburg tätig. Es ist davon auszugehen, dass der FC die Personalie am Dienstag offiziell machen wird — einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Mitglieder-Stammtisch, zu dem mehr als 2000 Mitglieder im Coloneum erwartet werden.

Nach Rundschau-Informationen war Strubers Berater Thomas Böhm zu Wochenbeginn in Köln – vermutlich, um letzte Details zu klären. Böhm, der auch die Interessen des über eine Ausstiegsklausel verfügenden FC-Kapitäns Florian Kainz vertritt, wollte sich auf Anfrage dieser Zeitung nicht äußern. FC-Sportchef Christian Keller, der nach Berichten von Sky und dem Kölner „Express“ kürzlich für Verhandlungen in Salzburg weilte, wollte wie üblich „weder in die eine, noch in die andere Richtung etwas zu Personalspekulationen“ sagen.

Struber passt ins Anforderungsprofil

Gerhard Struber passt ziemlich genau in das Anforderungsprofil des 1. FC Köln, der in Zeiten der Transfersperre einen Talent-Förderer sucht, der auf mutigen Pressingfußball setzt. „Ich bin Überzeugungstäter, Fans wollen den Fußball erleben, für den wir stehen. Attraktiven, proaktiven Fußball, der die Fans mitreißt. Dazu braucht es eine klare Anleitung und einen Matchplan, der den Jungs hilft, ihnen aber auch Freiheiten lässt“, erklärte Struber, als er zum 1. August 2023 den kurzfristig zu Al-Ahli nach Saudi-Arabien abgewanderten Matthias Jaissle bei RB Salzburg recht überstürzt ersetzte.

Der frühere Mittelfeldspieler, mit Austria Salzburg 1995 und 1997 Meister, begann seine Trainerkarriere 2007 in der hoch angesehenen Akademie von RB Salzburg. Dort stand Gerhard Struber – mit Ausnahme eines zweijährigen Gastspiels in seiner Geburtsstadt beim SV Kuchl – bis 2018 in verschiedenen Funktionen in der Verantwortung. Seine Profitrainer-Laufbahn startete Struber in der Saison 2015/16 als Co-Trainer der Bundesliga-Mannschaft der „Roten Bullen“ sowie zwei Jahre später als Chefcoach des Kooperationspartners FC Liefering.

4:0 mit Wolfsberg in Gladbach

Nach Stationen beim österreichischen Erstligisten Wolfsberger AC (in Erinnerung blieb aus dem Jahr 2019 das sensationelle 4:0 in der Europa League bei Borussia Mönchengladbach) und dem englischen Zweitligisten FC Barnsley kehrte Struber im Oktober 2020 mit seinem Wechsel zum MLS-Club New York Red Bulls in den Bullen-Kosmos zurück.

Kurz nach Beginn der Saison 2023/24 übernahm Gerhard Struber dann bei RB Salzburg, wo er nach dem Aus in der Gruppenphase der Champions League sowie der Niederlage im Pokal-Halbfinale gegen den späteren Double-Sieger Sturm Graz am 15. April 2024 trotz Tabellenführung in der nationalen Liga von seinen Aufgaben entbunden wurde. Damit ist Struber frei für die herausfordernde Aufgabe beim 1. FC Köln und wird dort nach dem erfolgreichen Peter Stöger wohl der nächste österreichische Trainer sein.

Die Geißböcke hatten zudem beim Grazer Erfolgscoach Christian Ilzer angefragt, blieben in dieser Personalie allerdings chancenlos. Thomas Letsch, der zuletzt beim VfL Bochum tätig war, hatte den Kölnern ebenfalls eine Absage gegeben.

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