Die Leidenszeit von Mark Uth geht weiter. Der Offensivspieler des 1. FC Köln muss sich wegen anhaltender Schambeinprobleme zum zweiten Mal operieren lassen. Damit fällt er erneut rund drei Monate aus.
1. FC KölnMark Uth muss sich erneut operieren lassen

Bleibt vom Verletzungspech verfolgt: FC-Offensivspieler Mark Uth.
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Es hatte sich bereits angedeutet, nun herrscht bittere Gewissheit. Der 1. FC Köln muss erneut rund drei Monate auf Mark Uth verzichten. Der Offensiv-Allrounder kommt nicht drum herum, sich ein zweites Mal am Schambein operieren zu lassen. Der Eingriff soll an diesem Donnerstag bei einem Spezialisten in Berlin vorgenommen werden. FC-Sportchef Christian Keller bezifferte am Sonntag die Ausfallzeit auf „sicherlich zehn bis zwölf Wochen“.
Einen optimalen Heilungsverlauf vorausgesetzt, steht Uth wohl erst im Saisonendspurt wieder zur Verfügung. Folglich verpasst der Routinier, der im bisherigen Verlauf in gerade mal 182 Minuten auf dem Platz gestanden hat, nahezu die komplette Runde. „Es tut uns extrem weh, dass er schon die ganze Saison fehlt“, bedauerte Keller. „Er ist ein Spieler, der in der Offensive die Qualität trägt.“
Damit setzt sich die Leidenszeit des gebürtigen Porzers fort. Nach seiner im Pokalspiel am 30. Juli in Regensburg erlittenen Schambeinverletzung waren die Ärzte wochenlang mit der Suche nach der Ursache für die Schmerzen des 31-Jährigen beschäftigt gewesen. Ende August entschloss man sich schließlich zu einer ersten Operation. Keller sprach seinerzeit von einem „kleinen operativen Eingriff“, der „nicht weiter tragisch“ sei. Die Hoffnung der Kölner war groß, Uth „relativ schnell“ wieder einsatzfähig zu bekommen. Doch der erhoffte Effekt blieb aus. „Mark hat im Oktober mal ein bisschen trainiert und gespielt. Er war aber nicht beschwerdefrei“, stellte Keller nun ernüchtert fest.
Es gab zwei Problemstellen. Man hatte gehofft, dass sich die zweite Stelle erholt, wenn die erste, die für die Hauptproblemstelle gehalten wurde, wieder gut ist. Das war leider nicht der Fall.
Der zweite Eingriff erfolgt daher an einer anderen Stelle als der erste, wie der Sportchef erläuterte: „Es gab zwei Problemstellen. Man hatte gehofft, dass sich die zweite Stelle erholt, wenn die erste, die für die Hauptproblemstelle gehalten wurde, wieder gut ist. Das war leider nicht der Fall. Daher gehen wir jetzt die zweite Stelle an.“ Immerhin konnte Keller ein wenig Entwarnung geben: „Es ist keine Problematik, die ein Karriereende bedeutet“, betonte der Sportchef. „Wir hoffen, dass er im Frühjahr wieder spielen kann.“
Und deshalb streben die Kölner an, das im Sommer 2023 auslaufende Arbeitspapier ihres Schlüsselspielers zu verlängern. „Für uns ist seine Situation nicht ungewiss. Wir möchten ganz klar, dass Mark über die Saison hinaus bei uns spielt. Auch, wenn er diese Saison leider nicht so helfen konnte, wie das alle wollten“, erklärte Keller. Uths Vertrag hätte sich bei einer bestimmten Anzahl an Einsätzen automatisch verlängert. Da dies nun nicht mehr möglich ist, muss neu verhandelt werden. Für den klammen FC stellt diese Ausgangslage auch eine Chance dar, da Uth über einen gut dotierten Altvertrag verfügt.
