Der FC plant die Aufnahme von 50 Mio. Euro für ein Leistungszentrum, ohne Anteile zu verkaufen. Helfen sollen Genussscheine.
Finanzierungskonzept1. FC Köln plant Aufnahme von 50 Millionen Euro

Finanzgeschäftsführer Philipp Türoff bei der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln im September 2025
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Der 1. FC Köln will sich sportlich in der Bundesliga festigen und auch infrastrukturell wachsen. Um diese Ziele zu erreichen, ist der Verein auf der Suche nach neuen Kapitalgebern.
Der Zusammenhalt der FC-Gemeinschaft wurde kürzlich eindrucksvoll demonstriert. Eine Spendenkampagne wurde gestartet, nachdem ein Feuer das Hauptquartier der „Wilden Horde“ vernichtet hatte. In kurzer Zeit wurde die beachtliche Summe von 117.821 Euro gesammelt.
Für Diskussionen sorgte intern eine bestimmte Zuwendung. In der Spenderliste erschien Navid Thielemann mit dem Spitzenbetrag von 5000 Euro. Er ist der CEO der Thielemann Group, die in Mönchengladbach ansässig ist.
1. FC Köln sucht nach Kapitalbeschaffung ohne Investoren
Spekulationen kamen auf: Weshalb leistet ein Geschäftsmann aus Mönchengladbach einen derart hohen Beitrag? Zusätzlichen Nährboden für Debatten in Fankreisen bot ein Treffen Thielemanns mit Vereinsvertretern kurz nach seiner großzügigen Geste.
Aufgewachsen ist Thielemann unweit des Rhein-Energie-Stadions. Er gilt als durch und durch Kölner und Anhänger des FC. Lediglich der Hauptsitz seines Unternehmens befindet sich in Mönchengladbach. Die Thielemann Group hält diverse Beteiligungen, beispielsweise im Logistik- und Speditionssektor. Zudem wird in unterschiedliche Immobilienprojekte investiert. Thielemann ist sich jedoch der Tatsache bewusst, dass der FC keine Investoren zulässt.
Die Vereinsspitze des FC sucht nach frischem Kapital. Es soll sich um einen Betrag von bis zu 50 Millionen Euro handeln, wie „Express.de“ berichtet. Die Satzung schließt den Einstieg eines Investors jedoch aus.
Das Präsidium des FC hat ebenfalls versichert, diese Regelung nicht antasten zu wollen. Somit bleibt der Verein zu 100 Prozent in der Hand seiner Mitglieder. Dennoch braucht der FC finanzielle Mittel für seine zukünftige Entwicklung.
FC plant Finanzierung des neuen Leistungszentrums
Anfang 2027 ist der geplante Baubeginn. Zu diesem Zeitpunkt startet die Errichtung des neuen Leistungszentrums am Franz-Kremer-Stadion. Aus dem Vereinsumfeld wird verlautbart, dass 50 Millionen Euro eine realistische Kostenschätzung für das Zentrum darstellen.
Eine solche Summe lässt sich jedoch nicht durch die Finanzzusage einer einzelnen Person aufbringen. Für die Finanzierung erwägt der FC laut „Express.de“ die Emission neuer Genussscheine, welche auch als Mezzanine-Kredite bezeichnet werden.
Dabei handelt es sich um eine Darlehensform, bei der Firmen oder vermögende Einzelpersonen gegen einen bestimmten Betrag Genussscheine kaufen können. Ein Mitspracherecht ist damit nicht verbunden, stattdessen erhalten sie Zinsen oder eine eventuelle Beteiligung am Gewinn.
Die Gestaltungsmöglichkeiten für Genussrechte sind vielfältig. Unter gewissen Umständen ist es möglich, dass sie das bilanzielle Eigenkapital des FC vorübergehend erhöhen.
Der Verein hat dieses Finanzierungsmittel bereits in der Vergangenheit genutzt und zieht es auch für die Zukunft in Betracht, sofern es für den FC sinnvoll und von Vorteil ist.
Im Jahr 2004 gab der Verein unter der Führung des damaligen Managers Andreas Rettig (63) zum ersten Mal Genussscheine im Wert von zehn Millionen Euro aus. Deren Rückzahlung erfolgte im Jahr 2012.
Angesichts der finanziellen Engpässe während der Corona-Pandemie war es zuletzt 2021 möglich, Genussscheine des FC zu erwerben. Der Verein handelte dabei die Konditionen für jeden Vertrag, wie Betrag, Laufzeit und Rückzahlungsfristen, einzeln aus.
Es existiert keine Transparenz darüber, wer dem FC finanzielle Mittel bereitstellt und ob diese Kapitalgeber in Vereinsgremien vertreten sind; die Namen sind nicht öffentlich. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
