Abo

„Das ist pervers“Kwasniok nimmt FC-Juwel El Mala in Schutz

2 min

FC-Jungstar Said El Mala.

Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach dreht sich beim 1. FC Köln mal wieder alles um Said El Mala. Trainer Lukas Kwasniok wurde auf der Pressekonferenz entsprechend deutlich.

Nach der Nichtnominierung von FC-Jungstar Said El Mala für die Länderspiele der deutschen Mannschaft gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März) hat Lukas Kwasniok darauf verzichtet, die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann zu kommentieren. „Ich bewerte Saids Leistung und Entwicklung nach innen, und mit der bin ich äußerst einverstanden und zufrieden. Alles andere liegt nicht in meiner Hand. Deshalb möchte ich das auch gar nicht bewerten“, erklärte der Coach des 1. FC Köln auf der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Heimderby gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr). Weiter sagte Kwasniok: „Fakt ist aber natürlich eins: Said ist in der Entwicklung, und der andere Fakt ist: Wir haben in Deutschland sehr viele gute Spieler, gerade im Offensivbereich – Said ist einer davon.“ Nagelsmann hatte zuletzt in einem Interview gemahnt, dass El Mala beim FC „zu wenig“ spiele. „Und das liegt nicht am Trainer.“

Ich glaube, dass wir alle mehr von Said hätten, wenn wir weniger darüber berichten würden.
Lukas Kwasniok, FC-Trainer, über Said El Mala

Kwasniok übte zudem Kritik an der Berichterstattung über die angebliche Zusage El Malas für einen Sommer-Wechsel zum Premier League-Club Brighton & Hove Albion. Das mache „die Aufgabe nicht leichter für ihn“, meinte der 44-Jährige. „Ich glaube, dass wir alle mehr von Said hätten, wenn wir weniger darüber berichten würden.“ Es sei „pervers, was 18-,19-Jährige heutzutage für einen Druck aushalten müssen“, erklärte Kwasniok, der mit Blick in die Zukunft besorgt anfügte: „Ich glaube, dass wir ihnen irgendwann eines nehmen: Die Freude an dem, was sie am liebsten machen – und das ist Fußballspielen. Denn: Am liebsten dribbelt Said. Wenn man sich die letzten Spiele einmal anschaut: Said arbeitet mehr, aber er dribbelt nicht mehr so viel. Da sind wir alle in der Verantwortung, dass wir ihm das so ein bisschen genommen haben.“