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DuMont-TalkLittbarski fordert Berufung von Said El Mala in die Nationalmannschaft

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08.09.2026. Köln: FC-Talk am Abend mit Weltmeister Pierre Littbarski, FC-Geschäftsführer Thomas Kessler und Ex-FC-Kaderplaner Jörg Jakobs. Foto: Martina Goyert

Prächtig gelaunter Gesprächspartner: Weltmeister Pierre Littbarski

Pierre Littbarski hat sich für eine Berufung von Said El Mala in die Nationalmannschaft ausgesprochen. „Er ist jetzt mal dran“, sagte der Weltmeister bei „E Levve lang – dem Talk zum FC“.

Es ist weiß Gott nicht so, dass Pierre Littbarski ständig in Jubelstürme ausbricht, wenn er die Spiele seines Herzensklubs verfolgt. „Den FC zu gucken, ist auch eine Belastung“, gab der einstige FC-Star Einblicke in sein Innenleben – und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Mal macht es Spaß, und fünf Minuten später denkt man sich: Was ist denn hier los?“ Einer, der dem Weltmeister von 1990 außerordentlich viel Freude bereitet, ist Said El Mala. „Er ist ein klasse Junge“, schwärmte Littbarski bei „E Levve lang – der Talk zum FC“, organsisiert von „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Express“ und „Kölnische Rundschau“.

Littbarski, der zu aktiven Zeiten selbst in der Offensive wirbelte, schätzt Kölns Jungstar für dessen Vielseitigkeit. El Mala sei „nicht nur schnell, sondern auch bereit zu arbeiten“. Da sei es „normal, dass er auch mal einen Krampf kriegt“. Geht es nach Littbarski, führt beim Neuaufbau der Nationalmannschaft kein Weg an El Mala vorbei. „Er ist jetzt mal dran. Wir haben genug Ausreden gehört, was er angeblich nicht kann“, erklärte Littbarski und übte damit – ohne einen Namen zu nennen – deutliche Kritik an Julian Nagelsmann.

Er ist jetzt mal dran. Wir haben genug Ausreden gehört, was er angeblich nicht kann.
Weltmeister Pierre Littbarski über eine Berufung von Said El Mala in die Nationalmannschaft

Der ehemalige Bundestrainer hatte im Sommer darauf verzichtet, El Mala mit zur WM nach Nordamerika zu nehmen. Nagelsmann hatte seine Entscheidung damit begründet, dass El Malas Profil beim FC nicht optimal zu den Anforderungen und der Spielidee des DFB-Teams gepasst habe. Das Ende ist bekannt: Nach dem deutschen Fiasko im Sechzehntelfinale musste Nagelsmann gehen.

Unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp sieht Littbarski wesentlich bessere Chancen für El Mala: „Ich glaube, Klopp weiß, wie man ihn anpackt und zum Nationalspieler macht.“ Ob es so kommen wird, vermochte Thomas Kessler nicht zu beurteilen: „Das weiß ich nicht, lassen wir uns überraschen. Wichtig ist jetzt erstmal, dass er gesund wird“, sagte der FC-Sportchef. Doch freuen würde er sich „natürlich schon, wenn Said sein erstes Länderspiel für den 1. FC Köln macht“.

Am vergangenen Freitag weilte Klopp beim Kölner Gastspiel in Stuttgart. Dass El Mala krankheitsbedingt nicht vorspielen konnte, sieht Kessler nicht als Nachteil im Gerangel um einen Platz im DFB-Kader. „Ich glaube nicht, dass es entscheidend sein wird, ob Said gegen den VfB gespielt hat oder nicht.“ Kessler adelte den 20-Jährigen als „extrem wichtigen Baustein“, der sich auch während des wochenlangen Transferpokers nicht habe hängen lassen.

„Said hat jeden Tag im Training Vollgas gegeben. Das hat mir total imponiert.“ Der Austausch sei „die ganze Zeit sehr eng und vertrauensvoll“ gewesen. „Als die Entscheidung gefallen ist, habe ich ihn so wahrgenommen, dass ihm etwas vom Herzen gefallen ist.“ Auch FC-Experte Jörg Jakobs begrüßte El Malas Verbleib: „Wenn alles gut geht, haben alle Seiten was davon.“