Der 1. FC Köln und Thomas Kessler sind sich bei den Verhandlungen über eine Ernennung zum Geschäftsführer deutlich näher gekommen. Der Sportdirektor nahm auch zu weiteren Themen Stellung.
Durchbruch bei VerhandlungenThomas Kessler vor Beförderung zum Geschäftsführer des 1. FC Köln

Aufmerksamer Beobachter an der Seitenlinie: Sportdirektor Thomas Kessler im Trainingslager in La Nucia.
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Die Verhandlungen zwischen dem 1. FC Köln und Thomas Kessler über eine Beförderung zum Geschäftsführer stehen kurz vor dem Abschluss. Das gab der Sportdirektor am Donnerstag im Trainingslager in La Nucia bekannt. „Ich bin überzeugt, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis wir eine finale Entscheidung haben“, sagte der 39-Jährige und fügte an: „Ich gehe davon aus, dass wir uns einig werden.“
Der Durchbruch bei den Gesprächen war während des Aufenthalts in Spanien gelungen. „Wir hatten auch hier vor Ort gute Gespräche. Ich kann heute sagen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind“, berichtete Kessler. Zuletzt waren die Verhandlungen etwas ins Stocken geraten. „Dass man in dem ein oder anderen Punkt mal etwas länger diskutiert, ist völlig normal“, relativierte Kessler, der hervorhob: „Ich möchte betonen, dass die Gespräche die ganze Zeit extrem positiv waren. Ich spüre eine hohe Wertschätzung vom Vorstand mir gegenüber. Die Gespräche waren permanent auf Augenhöhe.“
In einer Medienrunde zum Abschluss des Trainingslagers in La Nucia sprach Kessler außerdem über...
…sein Fazit zum Aufenthalt an der Costa Blanca: „Wir haben hier perfekte Bedingungen vorgefunden, auch wenn es zwischendurch mal sehr windig und frisch war. Wir hatten einen guten Test, der uns in Sachen Intensität und Zweikampfhärte auf das vorbereitet hat, was uns auch in Heidenheim erwarten wird.“
…die anfängliche Kritik von Trainer Lukas Kwasniok an der fehlenden Intensität: „Ich habe den Eindruck, dass die Mannschaft das gut aufgenommen hat. Zum Start in ein neues Jahr ist es auch mal nicht schlecht, wenn man den ein oder anderen daran erinnert, auf was es in den nächsten Wochen ankommt. Ich habe eine gute Stimmung in der Mannschaft wahrgenommen.“
…den richtungsweisenden Jahresauftakt am Samstag beim Tabellen-16. 1. FC Heidenheim: „Ich erwarte ein hochintensives Spiel. Heidenheim ist zu Hause sehr unangenehm zu bespielen. Wir werden uns wehren und unsere beste Leistung abrufen müssen. Es ist direkt ein sehr schwieriges Spiel zum Start. Die Erwartungshaltung ist, dass wir das Spiel gewinnen werden.“
…den neuen Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey: „Der erste Eindruck ist sehr positiv. Er wurde von der Mannschaft sehr gut aufgenommen. Es ist keine Überraschung, dass es eher ein Transfer ist, der in der Kategorie Talent einzuordnen ist. Dennoch hat er eine Grundqualität, die er auch schon auf höchstem Niveau unter Beweis gestellt hat.“
…mögliche weitere Neuzugänge im Winter: „Wir schauen uns auf dem Transfermarkt um, wie wir den Kader für die Rückrunde in Gänze noch optimieren können. Unser Zielmarkt sind Spieler, die bei vermeintlich besseren Clubs mit besseren finanziellen Möglichkeiten nicht zum Einsatz kommen und für die Rückrunde auf der Suche nach Spielpraxis sind, gerade auch mit Blick auf die WM. Da wird sicherlich das ein oder andere Profil noch aufgehen. Ich würde auch nicht ausschließen, dass uns Spieler noch verlassen.“
…die vorhandene Qualität in der Offensive: „Ich finde uns in der Offensive grundsätzlich gut aufgestellt und sehe daher keinen Handlungsbedarf, dem Kader dort noch etwas hinzuzufügen.“
…die Situation des unzufriedenen Sturmreservisten Ragnar Ache: „Ich halte ihn für einen guten Bundesligastürmer und bin überzeugt davon, dass er mit seinen Qualitäten für uns in der Rückrunde extrem wichtig sein wird. Ragnar hat hier einen langfristigen Vertrag unterschrieben. Ich habe keine Zweifel daran, dass er bei uns bleiben wird.“
…die Voraussetzungen für den Klassenerhalt: „Wir sind total überzeugt von unserer Qualität. Wir haben eine sehr ordentliche Mannschaft, die in dieser Saison schon mehrfach unter Beweis gestellt hat, dass sie in der Lage ist, auch hintereinander zu punkten. Das stimmt mich sehr zuversichtlich.“
…den wachsenden Druck nach sechs sieglosen Spielen: „Wir alle sind in der Bringschuld, einen bestmöglichen Job zu machen. Wir haben die absolute Überzeugung, dass wir die Klasse halten können – unabhängig von der Frage, was im Januar auf dem Transfermarkt noch passieren könnte.“
…den zuletzt glücklosen Lukas Kwasniok: „Ich sehe ihn unverändert sehr kommunikativ. Wir sind in einem guten Austausch. Ich finde auch, dass er in einem guten Austausch mit der Mannschaft ist.“
