Der 1. FC Köln hat einen wichtigen 1:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg gelandet. Die FC-Profis in der Einzelkritik:
Einzelkritik 1. FC KölnMaina im Flow, Schwäbe überragend

Torwart Marvin Schwäbe schreit nach dem 1:0 gegen Wolfsburg seine Erleichterung heraus.
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Marvin Schwäbe: 45 Minuten lang beschäftigungslos. Musste sich irgendwie anders warmhalten. Unkonventionelle Fußabwehr (49.) und dann mit Großtaten gegen Shiogai (90.+2) und Daghim (90.+5). Note: 1,5
Alessio Castro-Montez: Der Belgier war auf der rechten Seite um spielerische Elemente bemüht, was an diesem Abend und bei diesen Platzverhältnissen nicht einfach war. Hat sich zum unumstrittenen Stammspieler entwickelt. Note: 3
Sebastian Sebulonsen: Der zum Innenverteidiger umfunktionierte Norweger arbeitete seine Zweikämpfe robust ab, hatte Zeit für seine langen Einwürfe und schaltete sich mangels defensiver Aufgaben immer wieder vorn mit ein. Rettete erst gegen Daghim und stand dann kurz vor dem Super-Gau, als er für Shiogai auflegte. Note: 3,5
Cenk Özkacar: Seine Körperlichkeit brachte ihn in die Startelf, war aber erst mal selten bis gar nicht gefordert. Auch der zweite FC-Innenverteidiger tauchte häufiger als gewohnt im gegnerischen Strafraum auf. Nach dem Wechsel auch defensiv gefordert und dabei ohne groben Patzer. Note: 3
Kristoffer Lund: Der Athlet unter den FC-Profis hatte als Linksverteidiger viel Raum für offensive Aktionen, weil Wolfsburg ihn defensiv nicht forderte und auf seiner Seite undurchsichtig verteidigte. Lund hatte sich irgendwann auch eingeflankt und schoss in Hälfte eins dreimal aufs VfL-Tor. In Hälfte zwei defensiv gefordert und dabei nicht immer ganz sicher. Note: 3
Tom Krauß: Die Leihgabe aus Mainz war auf der Sechs gewohnt viel unterwegs und suchte die Zweikämpfe, wo immer sie zu finden waren. Immer mal wieder auch mit kreativen Momenten im Passspiel. Mit Castro-Montez einziger Kölner, der neben Herz auch Struktur ins Spiel brachte. Note: 2,5
Eric Martel: Zurück in der Startelf, um das starbesetzte Wolfsburger Mittelfeld zu bekämpfen. Der VfL machte dem 23-Jährigen diese Aufgabe zunächst leicht. Nach dem Wechsel vielmehr in seiner Kernkompetenz gefordert. Note: 3,5
Linton Maina: Diesmal auf der rechten Schiene unterstrich Maina, dass er im Flow ist. Hatte zwar Glück bei seinem 1:0, aber nur wer abschließt, kann auch treffen. Stark am und auch wieder gegen den Ball. Toller Sololauf in Halbzeit zwei (68.). Note: 2
Jakub Kaminski: Zurück auf einer Lieblingsposition links vorn, dort aber 45 Minuten lang übermotiviert. Verdribbelte sich häufig in aussichtsreichen Positionen und fand selten den passenden Moment zum Abspiel oder Torschuss. Nach 76 Minuten ausgewechselt, was früh für den Polen ist. Note: 4
Marius Bülter: Unermüdlicher Arbeiter am und im gegnerischen Strafraum. Legte für Ache auf (14.). Blieb ohne eigenen Abschluss und musste nach 66 Minuten vom Feld. Note: 3,5
Ragnar Ache: Der Mittelstürmer vergab in der ersten Halbzeit zwei Großchancen (14./18.), ließ sich davon aber nicht entmutigen. Warf sich in alles rein, sah Gelb (58.) und blieb bis zu seiner Auswechslung ohne weiteren Abschluss. Note: 4
