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Einzelkritik 1. FC KölnTigges wird erneut zum Helden - Adamyan enttäuscht auf ganzer Linie

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Der eingewechselte Mittelstürmer Steffen Tigges drückt den Ball aus kurzer Distanz zum späten 2:2-Ausgleich über die Torlinie.

Der eingewechselte Mittelstürmer Steffen Tigges drückt den Ball aus kurzer Distanz zum späten 2:2-Ausgleich über die Torlinie.

Die Profis des 1. FC Köln in der Einzelkritik zum Last-Minute-Heimsieg gegen den 1. FC Union Berlin.

Marvin Schwäbe: Gab beim 0:1 eine unglückliche Figur ab, indem er sich von Knoches nicht platziertem Kopfball überwinden ließ. War bei Vollands mittig verwandeltem Handelfmeter zudem früh in die linke Ecke abgetaucht. Wäre gegen Gosens Lattenkopfball chancenlos geblieben. Leitete das 2:2 mit einem langen Ball ein. Note: 4

Benno Schmitz: Beförderte seinen einzigen Abschluss in Richtung Oberrang (3.). Verpasst das ultimative Abstiegs-Finale in Heidenheim, weil er den enteilten Aaronson nur auf Kosten seiner fünften Gelben Karte stoppen konnte (36.). Blieb zur Pause auch im Zuge der Umstellung auf eine Dreierkette in der Kabine. Note: 4,5

Timo Hübers: Ging beim ersten Gegentor nicht in den Zweikampf mit Torschütze Knoche. Machte seinen Fehler wieder gut, indem er auf der Gegenseite den Strafstoß zum Anschlusstor herausholte und den Offensiv-Kopfball vor dem 2:2-Ausgleich gewann. Note: 4

Jeff Chabot: Der Abwehrchef war einmal mehr bester Kölner Feldspieler. Stand in der Innenverteidigung seinen Mann und gefiel überdies in der Spieleröffnung. Blieb am Ende völlig ausgelaugt mit Krämpfen auf dem Rasen lieben. Note: 2,5

Max Finkgräfe: Einer der wenigen Kölner, die zu überzeugen wussten. Schob immer wieder mutig an. In der zweiten Halbzeit nach Auflösung der Viererkette als Linksaußen noch offensiver ausgerichtet. Durfte zudem die Standards treten. Wurde nach dem Abpfiff verletzt in die Kabine getragen und droht in Heidenheim auszufallen. Note: 2,5

Denis Huseinbasic: Spielte im Vergleich zum schwachen Martel wenigstens noch ein paar brauchbare Bälle. Insgesamt war aber auch das zu wenig. Fehlt am letzten Spieltag ebenfalls gesperrt. Note: 4

Eric Martel: Der Kapitän der U21-Nationalmannschaft blieb auf der Doppelsechs weit unter seinen Möglichkeiten. Konnte kämpferisch keine Akzente setzen und leistete sich obendrein mehrere Fehlpässe. Nach einer Stunde ausgewechselt. Note: 5

Faride Alidou: Verschuldete den Strafstoß zum 0:2, da er sich im Luftzweikampf mit Doekhi an die weit ausgefahrene Hand köpfen ließ. Hätte außerdem aus fünf Metern ausgleichen müssen, zielte jedoch frei stehend über das Gehäuse (50.). Note: 5

Luca Waldschmidt: Krümmte sich nach einem gelbwürdigen Tritt von Khedira in die Wade vor Schmerzen (4.). Konnte zunächst weiterspielen, musste eine Viertelstunde später dann aber doch aufgeben. Droht in Heidenheim ebenfalls auszufallen. ohne Note

Florian Kainz: Bereitete zwar den ersten Abschluss des FC durch Schmitz vor, tauchte dann aber wieder einmal unter. Verwandelte immerhin den Strafstoß zum 1:2 nervenstark ins linke Eck (45.). Schlimmer Ballverlust vor Roussillons Konterchance (67.). Note: 4,5

Sargis Adamyan: Konnte seine Startelf-Rückkehr nicht annähernd rechtfertigen. Offenbarte technische Unzulänglichkeiten, die in der Bundesliga nichts zu suchen haben. Zum Beispiel, als er einen Pass unbedrängt ins Seitenaus spielte (11.). Schultz blieb nichts anderes übrig, als den Armenier zur Pause auszuwechseln. Note: 5,5

Linton Maina (ab 20.): Für den angeschlagenen Waldschmidt früh in die Partie gekommen. Schien seiner schwachen Saison ein weiteres Kapitel hinzuzufügen, ehe er aus dem Nichts das überlebenswichtige Siegtor von Downs per Flanke vorbereitete. Note: 3

Dominique Heintz (ab 46.): Gab den linken Part in der Dreierkette, auf die der FC zur zweiten Halbzeit umstellte. Defensiv kaum gefordert. Seine Flanken waren jedoch von schwacher Qualität. Note: 4

Steffen Tigges (ab 46.): Ersetzte Adamyan und sorgte direkt für Belebung. Bereitete die Großchance von Alidou mit einer Kopfballverlängerung vor. Avancierte mit seinem Tor zum 2:2 wie schon gegen Bochum zum späten Helden. Note: 2,5

Mark Uth (ab 61.): Hob sich mit seinen technischen Qualitäten ab. War durch seinen Schuss aus dem Hinterhalt auch an der Entstehung des Ausgleichstreffers beteiligt. Note: 3